Wirtschaft Japans


Auch Menschen in ärmeren Länder könnten mit 3D-Druckern Gegenstände billig herstellen - oder Designs entwickeln und verkaufen. So baut die Automobilindustrie zunehmend Funktionen wie rückenfreundliche Sitze oder Fahrerassistenzsysteme in PKWs ein, während die Bauindustrie ebenerdige Bungalows baut und vorhandene Wohnungen von Barrieren befreit.

Inhaltsverzeichnis


In den ern befand sich Japan in einer Deflationsspirale , wodurch einerseits die Binnennachfrage schwach blieb, andererseits der relativ stabile Yenkurs eine Erholung über den Export verhinderte. Die Zentralbank Japans versuchte vergeblich, durch ihre jahrelange Nullzinspolitik Investitionsanreize zu setzen. Damit versuchte sie, die noch schwächelnde japanische Wirtschaft anzuregen. Wie schon in früheren kleineren konjunkturellen Krisen setzte die Regierung auf umfangreiche staatliche Investitionsprogramme, welche jedoch die Staatsverschuldung weiter erhöhten.

Ab gelang es den Banken über einen Zeitraum von gut 15 Jahren eine Vielzahl der faulen Kredite abzuschreiben und durch Fusionen im Bankensektor diesen zu stabilisieren.

Seit weist Japan wieder ein reales Wirtschaftswachstum von über einem Prozent auf Stand Wichtiger Stabilitätsanker des Aufschwungs wurde zunehmend der Binnenkonsum.

Viele japanische Haushalte sind Nettosparer; insbesondere ältere Konsumenten wurden angesichts der hohen Sparquote und der Überalterung als kaufkräftige Zielgruppe für die Unternehmen von zunehmendem Interesse. Die Wirtschaft hat sich gesund geschrumpft, faule Kredite abgebaut, Lohnkosten der Arbeitsproduktivität angepasst bzw. Innovationen wurden auch aufgrund des bestehenden hohen Wettbewerbdrucks schneller als beispielsweise in Deutschland in Produkte umgesetzt Stand Japanische Unternehmen wurden wieder international wettbewerbsfähig, in vielen Branchen Weltmarktführer und eroberten alte verlorengegangene Positionen zurück.

Der tendenziell immer noch schwächelnde Kreditmarkt belebte sich. Die Ausleihe an Private stabilisierte sich auf niedrigem Niveau und zog leicht an.

Ab bewirkten die besseren wirtschaftlichen Fundamentaldaten einen Anstieg der Kurse. Das bis dahin Gewonnene ist innerhalb kurzer Zeit wieder verloren gegangen.

Das Ende der Deflationsspirale löste jedoch nicht das Problem der massiven Verschuldung der öffentlichen Haushalte. Die Staatsschuld Japans, die ca. Höhere Steuern sind aber potentiell wachstumshemmend.

Mit dem Ende der Nullzinspolitik stieg auch die Zinsbelastung des Staatshaushalts, der neue Einnahmen gegenübergestellt werden mussten, damit der Staat mittelfristig handlungsfähig bleibt. Die Abhängigkeit der japanischen Wirtschaft von den Entwicklungen der Weltwirtschaft, insbesondere den Ungleichgewichten der US-Wirtschaft und den steigenden Energiepreisen, birgt Risiken.

Von Ratingagenturen wurden die Wachstumsaussichten Japans aufgrund dieser Risiken zunehmend skeptischer beurteilt. Ab wird die Bevölkerung Japans Prognosen zufolge schrumpfen. Sie wird schneller schrumpfen und schneller altern, als alle anderen Gesellschaften, die vor ähnlichen Problemen stehen. Mit der demographischen Entwicklung werden automatisch steigende Ausgaben der sozialen Sicherungssysteme einhergehen. Als Kompensation hat die Regierung unter anderem eine schrittweise Anhebung des Rentenalters beschlossen.

Aufgrund der im internationalen Vergleich hohen Grundstückspreise und Lebenshaltungskosten ist die japanische Landwirtschaft hoch subventioniert und durch Importzölle geschützt.

Die Umsetzung solcher Pläne ist jedoch mehr als schwierig, da die wenigen landwirtschaftlichen Nutzflächen auch als Bauland benötigt werden. Nach der Landesöffnung wurde die Fischerei als wichtige Proteinquelle staatlich gefördert.

Deshalb wurde Japan gegen Mitte des In diesen Jahren wurde das Inselland, für das die Fischerei traditionell einen höheren Stellenwert hat als z. Diese Rolle nimmt inzwischen China ein, während Japans Produktion in der Seefischerei — wohl auch aufgrund knapper werdender Fischbestände — stark abfiel. Im Gegensatz zum allgemeinen Bild Walfang, Raubfischerei etc. Die Binnenfischerei spielt in Japan gesamtwirtschaftlich eine untergeordnete Rolle.

Die immer weiter technologisierte und automatisierte Landwirtschaft ermöglicht Landwirten unter teilweise hohem Kapitaleinsatz immer höhere Erträge.

Die Entwicklungen in mit der Landwirtschaft assoziierten Forschungsrichtungen Zucht bzw. Die Landwirtschaft wird weiter intensiviert, also ertragreicher und kapitalintensiver. Einhergehend mit dieser Modernisierung fallen zwar Arbeitsplätze im ersten Sektor weg, dafür entstehen neue in Bereichen von Forschung und Entwicklung.

Auch der Industriebereich des Umweltschutzes erstarkt. Neben europäischen Unternehmen sind auch viele japanische Unternehmen marktführend und geben vielen Japanern Arbeit.

Zwar wird die kleinbäuerliche Subsistenzwirtschaft aufgrund der kulturellen Verflechtung besonders in Japan erhalten bleiben, aber dominierend wird das Agribusiness sein.

Die klassische Form eines Bauernhofes wird in der Kulturlandschaft seltener und gewinnt als Tourismusobjekt neue Bedeutung. Kleinere Höfe werden tendenziell nur noch als Nebenerwerb oder gar ganz als Freizeitangebot geführt.

Ein beispielhaftes Zukunftsmodell stellt die Agrarfabrik dar. Hier kann im Zusammenhang mit der weiter zunehmenden Verstädterung, wachsender Bevölkerung und dem damit verbundenen Platzmangel unter Einhaltung gewisser Umweltschutzstandards eine Konzentration der modernen Agro-Industrie marktnah realisiert werden.

Ebenfalls nicht autark ist Japan bei der Energieversorgung; es besitzt keine eigenen Ölvorkommen. Um russisches Öl zu importieren, wird der Bau einer Pipeline geplant. Ein Hindernis auf politischer Ebene ist dabei der Kurilenkonflikt , allerdings hat der alternative Zielstaat der Pipeline, China, ebenfalls traditionell schlechte Beziehungen zu Russland.

Erweiterungspotential besteht in der Nutzung von Geothermie. Diese wurde nach der Ölkrise zu Gunsten von Kernenergie zurückgestellt.

Ob Japan tatsächlich eine sogenannte gelenkte Volkswirtschaft ist, wurde von japanischen Wirtschaftswissenschaftlern ab den er Jahren bis in die er Jahre hinein diskutiert. Wirklich zutreffend ist dieser Begriff nur für die Kriegsproduktion in der Zeit des Pazifikkriegs. Der wichtigste japanische Wirtschaftsverband ist der Nippon Keidanren , der durch den Zusammenschluss des alten Dachverbands der Wirtschaftsverbände Keidanren mit dem Arbeitgeberverband Nikkeiren entstand.

Die japanische Industrie- und Handelskammer kurz: Laut Weltbank wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft durch eine veraltete Infrastruktur, einen zu stark regulierten Arbeitsmarkt z.

Letzteres gilt nur im internationalen Vergleich - nicht aber im europäischen: So lagen im Jahr die Lohnnebenkosten berechnet auf Euro Bruttoverdienst im deutschen produzierenden Gewerbe und bei wirtschaftlichen Dienstleistungen bei 28 Euro, im EU-Durchschnitt aber bei 31 Euro.

Überdurchschnittlich hohe Tarifabschlüsse könnten somit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gefährden. Beispielsweise wird laut dem Bergbaukonzern BHP Billiton die Gesamtkupfernachfrage von bis rund Millionen Tonnen betragen - zwischen und heute wurden weltweit nur Millionen Tonnen gefördert. Je knapper die Rohstoffe werden, umso gewinnbringender wird das Recycling. Zudem können nur auf diesem Wege die alleine schon aufgrund des Bevölkerungswachstums zunehmenden Müllmengen entsorgt werden EU-Bürger produzieren etwa kg Müll pro Jahr, Menschen in Entwicklungsländern kg.

So werden weltweit rund 2,2 Milliarden Tonnen Müll zusammen kommen - fast doppelt so viel wie 1,3 Milliarden Tonnen. Erst in einigen Jahrzehnten werden fossile Energieträger knapp werden. Im Jahr wurden z. Seit einigen Jahren werden Erdöl und Erdgas aber zunehmend aus Tonsteinen und Ölsanden, aus der Tiefsee und aus Erdgaskondensat gewonnen - was vor 50 Jahren als unmöglich galt.

Die hier eingesetzten Verfahren sind jedoch risikoreicher, sodass die Gefahr von Umweltkatastrophen steigt. Auch dürfte vermehrt in Naturschutzgebieten wie den amerikanischen Nationalparks nach Öl- und Gasvorkommen gesucht werden.

In einigen Jahrzehnten wird auch die Kohle knapp werden, zumal die Nachfrage seitens der Schwellenländer stark zunimmt. Generell wächst jedoch die weltweite Nachfrage nach Energie - insbesondere in den Schwellenländern z.

So ist in einigen Jahrzehnten mit Engpässen bei der Versorgung und mit steigenden Preisen zu rechnen. Auf längere Sicht sind Konflikte um die letzten Erdöl- und Erdgas-Reserven vorprogrammiert, werden die mächtigeren Staaten versuchen, möglichst viele Ressourcen für sich zu reservieren. Aber die Regierungen werden sich auch bemühen, den Verbrauch durch Effizienzstandards, Steuern oder Emissionshandelssysteme einzuschränken und erneuerbare Energien vermehrt zu nutzen.

Solche Kunstfasern könnten z. Ferner könnten viele Ausgangsprodukte für die chemische Industrie mit Hilfe der Biotechnologie erzeugt werden, z. Auch in der Landwirtschaft muss Erdöl ersetzt werden - hier wird es für Düngemittel, Pestizide, Produktion, Kühlung und Transport benötigt. So dürfte die Ernährung in Zukunft saisonaler, regionaler und teurer werden - zumal die Landwirtschaft immer mehr Flächen für die Erzeugung von Biomasse benötigen wird.

Diese soll nicht nur Grundstoffe für die chemische Industrie liefern, sondern auch Treibstoff für Kraftfahrzeuge. Wenn weniger Getreide bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung produziert wird, werden mehr Menschen unter Mangelernährung und Hunger leiden.

Ferner werden zunehmend erneuerbare Energien erzeugt werden. Zudem setzen viele Länder im Gegensatz zu Deutschland weiterhin auf die atomare Energie, zumal bei der Produktion keine Treibhausgase entstehen. So wurden weltweit 72 Kernkraftwerke gebaut; weitere sind in Planung - auch in Ländern, in denen es noch keine AKWs gibt.

Die Uranvorkommen sind jedoch begrenzt - und es gibt noch immer keine Lösung für das Problem der Atommüllentsorgung. Aufgrund der steigenden Rohstoffpreise und höher werdender Löhne in den Schwellenländern könnte es in den kommenden Jahrzehnten zu einer Regionalisierung in der Wirtschaft kommen: Wenn die Herstellungskosten in fernen Ländern und die Transportkosten zu hoch werden, wird das Insourcing das Outsourcing ersetzen.

Ganze Produktionszweige werden dann wieder an die Verbrauchsorte zurückgeholt werden; die ausgelagerten Jobs kehren zurück. Das gilt ebenfalls für Lebensmittel, die z. Auch sie werden in Zukunft vorwiegend aus der Region bezogen werden. Die Transportkosten für Lebensmittel könnten sogar gänzlich eingespart werden, indem in Städten "vertikale Bauernhöfe" gebaut werden: Despommier von der Columbia University schlägt vor, Nutzpflanzen in Hochhäusern mit durchsichtigen Wänden und Decken zu züchten.

Zudem würden die Pflanzen Sauerstoff liefern. Einige Zukunftsforscher wie z. John Michael Greer rechnen damit, dass Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran nur sehr bedingt durch andere Energieträger ersetzt werden können.

Je mehr die Förderung in den kommenden Jahren zurückgehen wird - bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung -, umso mehr werde es zu einer De-Industrialisierung kommen, die zu einem kontinuierlich geringer werdenden Lebensstandard führen wird. Es käme somit zu einer Zurückentwicklung zu wenig technisierten lokalen Kulturen. Aufgrund der guten Konjunktur wird die Zahl der Erwerbstätigen von 42,3 Millionen im Jahr auf 45,3 Millionen im Jahr zunehmen. Seit den er Jahren sind aber die Geburtenzahlen von mehr als 1,1 Millionen auf rund So rücken immer weniger junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt nach - bis wird es knapp 7 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter weniger geben als heute.

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland sähe es düster aus, wenn dann wie heute zwei Fünftel der Schüler mit Migrationshintergrund als "Risikoschüler" eingestuft würden. Diese wären für die meisten Arbeitsplätze nicht qualifiziert.

Bis werde der ungedeckte Bedarf auf 3,3 Millionen anwachsen. Die Prognos AG empfiehlt deshalb den Unternehmen, ihre älteren Mitarbeiter gezielt fortzubilden und flexibler einzusetzen. Laut Bundesagentur für Arbeit könnte dem Arbeitskräftemangel teilweise dadurch begegnet werden, dass Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeitvolumen von Frauen erhöht werden, die Lebensarbeitszeit verlängert und die Arbeitsmarktteilhabe hier lebender Menschen mit Migrationshintergrund verbessert wird.

Allerdings könnte der Fachkräftemangel durch die Digitalisierung verringert werden. Beispielsweise wird es immer mehr Fabriken geben, die weitgehend vollautomatisch funktionieren. Aber auch bei Transportunternehmen, Versicherern, Finanzdienstleistern, Banken, Rechtsanwaltskanzleien, Kliniken und vielen anderen Branchen lassen sich Abläufe und Entscheidungsprozesse digitalisieren und automatisieren. In der sich anbahnenden Wissensgesellschaft werden die Arbeitgeber vor allem höher qualifizierte Arbeitnehmer benötigen.

So wird es laut dem Accenture-Deutschlandchef Stephan Scholtissek bald zu einem "Kampf" um qualifizierte Mitarbeiter kommen. Deshalb wird vermutlich die Zuwanderung für Ausländer erleichtert werden. Allerdings sind höher qualifizierte Personen vor allem in Schwellenländern zu finden - beispielsweise erhalten jedes Jahr 7,5 Millionen Inder und Chinesen einen Universitätsabschluss.

Diese finden aber auch in ihrer Heimat immer mehr attraktive Jobangebote vor, wollen also zumeist nicht in Deutschland erwerbstätig werden. Viele der in den letzten Jahrzehnten zugewanderten Migranten und deren Kinder weisen hingegen nicht die nötigen Qualifikationen auf: Wer in der Wissensgesellschaft den Anschluss verpasst hat, wird nur noch geringe berufliche Chancen haben. Viele von ihnen erhalten keinen Ausbildungsplatz.

Aber auch die 7,5 Millionen Deutschen, die nur mit Mühe lesen und schreiben können sog. Als Folge der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland werden die Belegschaften immer älter werden. So wird die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bis voraussichtlich um rund 2,5 Millionen auf nur noch 7,5 Millionen zurückgehen. Ihnen werden voraussichtlich ca.

Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer wird von derzeit 42 auf 48 Jahre im Jahr steigen. Die mittleren Jahrgänge werden dann weniger Aufstiegschancen vorfinden, da höhere Positionen immer länger von älteren Arbeitnehmern blockiert sein dürften. Da fast jeder dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein wird, empfiehlt die Arbeitsgruppe "Altern in Deutschland", der 23 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen angehören, dass Berufsarbeit bis ins fortgeschrittene Alter hinein die Regel sein sollte.

In Zukunft müssten auch über Jährige Geld verdienen - und sei es auch nur, um ihren Lebensstandard zu halten. Eine Frühverrentung wird aufgrund der hohen Abschlagszahlungen sowieso immer unattraktiver. Allerdings sollte die Lohnpolitik so geändert werden, dass Arbeitnehmer nicht mehr automatisch mit jedem Berufsjahr mehr verdienen, denn schon jetzt sind ältere Arbeitnehmer vielen Unternehmen zu teuer.

Die Alterung des Erwerbspersonenpotenzials wird die Arbeitgeber zu einer Änderung ihrer bisher stark jugendzentrierten Personalpolitik zwingen und sie viel seltener von der Möglichkeit der in Deutschland - im Gegensatz z.

Da diese häufiger unter Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, unter Herz-Kreislauf- und psychischen Erkrankungen leiden, wird das betriebliche Gesundheitsmanagement immer wichtiger werden.

Opaschowski glauben, dass Arbeitgeber von der doppelten Erfahrung hoch qualifizierter älterer Mitarbeiter - ihrer Lebens- und Berufserfahrung - profitieren werden. Auch sollten sie deren "kristalline Intelligenz" besser nutzen: Zudem könnten ältere Arbeitnehmer leichter die Wünsche von Senioren erkennen und sie besser beraten.

Wenn ältere Mitarbeiter zusammen mit jungen Kollegen Produktions- Teams bilden, könnte dies durchaus zu einem neuen Erfolgsrezept für die deutsche Wirtschaft werden, da jede Seite von den Stärken der anderen profitieren würde. Beispielsweise haben sich ältere Manager vor allem durch Kurse und das Lesen von Fachtexten weitergebildet und kommunizieren eher verbal, während jüngere Menschen zunehmend das informelle und handlungsorientierte Lernen bevorzugen sowie das Internet und ihr dortiges Netzwerk von Kontakten nutzen.

Auch kommunizieren sie mehr mit Hilfe visueller Informationen. Der Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung am Arbeitsplatz müssen deshalb in Zukunft aus einer Mischung von Veranstaltungen, Trainings, direkter Anleitung, Simulationen, Spielen, Konferenzen, Blogs und schriftlichen Informationen bestehen. In den kommenden Jahren wird die Arbeitswelt zunehmend "feminisiert" werden: Spätestens im Jahr werden mehr Frauen als Männer erwerbstätig sein.

So schrumpft die Zahl der Hausfrauen immer mehr - aber auch die Zeitdauer von geburtenbedingten Berufsunterbrechungen, da Kleinkinder früher und länger in Tagesbetreuung gegeben werden und Grund- Schulen immer häufiger ganztägig sind oder eine Nachmittagsbetreuung anbieten.

Zudem müssen mehr Frauen arbeiten, weil sie alleinstehend sind, weil ein Einkommen allein nicht ausreicht, weil sie bei generell sinkenden Rentenansprüchen eine eigene Altersversorgung aufbauen wollen oder weil sie als Geschiedene bzw. Alleinerziehende nicht mehr wie früher Unterhalt für sich selbst erhalten.

Und immer mehr Frauen wollen arbeiten, weil sie eine gute Berufsausbildung erworben oder ein Studium abgeschlossen haben, weil sie durch ein eigenes Einkommen unabhängig bleiben möchten oder weil sie Selbstverwirklichung und Anerkennung im Beruf suchen. Da junge Frauen inzwischen im Durchschnitt bessere Schul-, Berufs- und Hochschulabschlüsse erwerben als Männer, da sie häufig keine Kinder bekommen derzeit bleibt ein Fünftel aller Frauen kinderlos und da die Familiengründung seltener als früher ein Karrierehindernis ist wegen einer nur kurzen Elternzeit und der Ganztagsbetreuung von Kindern , werden sie zunehmend in Führungspositionen hinein rücken.

Damit werde die Wirtschaft laut dem Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski bis vom "patriarchalischen System" Abschied nehmen. Dann würde ein anderer Führungsstil an Bedeutung gewinnen: Frauen würden pragmatischer denken und effizienter arbeiten, Sitzungen straffer leiten, volatile Investitionen meiden, langfristig planen und besser mit Geld umgehen. Gleichzeitig werden die Karrierechancen für Männer aufgrund der hohen Qualifikation vieler Frauen geringer werden.

Hinzu kommt, dass in der Wissensgesellschaft traditionell männliche Eigenschaften wie körperliche Arbeitskraft, Aggressivität und Risikobereitschaft weniger gefragt sind als eher weibliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz, Informations- und Zeitmanagement. In Fabriken werden in den kommenden Jahren immer mehr Arbeitsgänge von Robotern übernommen werden. So werden weniger Menschen als Arbeiter tätig sein. Der Dienstleistungssektor wird hingegen an Bedeutung gewinnen, wobei aber auch hier einfache Tätigkeiten zunehmend automatisiert werden.

Jedoch werden in den nächsten 10 bis 20 Jahren Computer keine Aufgaben übernehmen können, die höhere menschliche Fähigkeiten voraussetzen - wie kreatives Denken, Symbolverständnis, Hypothesenbildung, Fantasie, kommunikative Kompetenzen, Empathie, Menschenkenntnis, Führungsfähigkeiten, Verantwortungsbewusstsein usw. Aber schon bis könnten laut dem McKinsey Global Institute ein knappes Viertel und bis die Hälfte aller Arbeitsstunden durch Automatisierung wegfallen.

Zwischen 3 und 12 Millionen Beschäftigte müssten auf neue Stellen wechseln - sofern sie über entsprechende Kompetenzen verfügen bzw. Schon heute liegt das Lebenseinkommen eines Universitätsabsolventen laut einer ifo-Studie um Allerdings müssen hoch qualifizierte Personen auch eine hohe Arbeitsleistung erbringen und stehen zunehmend unter einem enormen Leistungsdruck. Sie werden häufiger als Selbständige tätig sein, zum Teil mit erfolgsabhängiger Entlohnung. Ferner wird es immer mehr "Schein-Selbständige" geben, die nur für eine Firma arbeiten und entsprechend der erledigten Aufträge bezahlt werden.

Auch die Zahl der Selbständigen, die sich als Crowdworker um kleine Aufträge auf Online-Plattformen bewerben, wird zunehmen. Darunter fallen aber auch die Solo-Selbständigen, deren Anzahl von 1,7 auf 2 Millionen zunahm. Ihr Einkommen ist oft relativ niedrig: Selbständige ohne Beschäftigte verdienten im Jahr im Mittel nur 1. Niedriger qualifizierte Stellen werden seltener werden, insbesondere wenn die damit verbundenen Aufgaben von Robotern oder anderen Maschinen übernommen werden können.

Laut einer Anfang veröffentlichten Umfrage des IT-Verbands Bitkom unter deutschen Unternehmen könnten bereits in den kommenden fünf Jahren etwa 3,4 Millionen Arbeitsplätze aufgrund von Digitalisierung und Automatisierung wegfallen. Die Gruppe der Festangestellten - mit Kündigungsschutz, Tarifgehalt und Extraleistungen wie Betriebsrente - wird kleiner werden. Immer mehr Arbeitnehmer werden Teilzeitjobs oder befristete Stellen annehmen müssen, zeitweise freiberuflich tätig sein bzw.

Unsichere, kurzzeitige oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, eine Abfolge mehrmonatiger Praktika, Werk- und Zeitarbeitsverträge, Leiharbeit und Zweitjobs werden häufiger werden und zu einer unsicheren Einkommenssituation führen.

Dies wird keinesfalls nur für gering qualifizierte Arbeitnehmer gelten, sondern auch für viele Akademiker mit einem "falschen" Hochschulabschluss. Nachstehende Tabelle zeigt, dass diese Entwicklungen schon seit Jahren den Arbeitsmarkt prägen - derzeit ist ein Fünftel aller Erwerbstätigen atypisch beschäftigt.

In den letzten Jahren waren vor allem jüngere Menschen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen betroffen - Frauen etwas häufiger als Männer. Oft wurden sie eingegangen, als Auszubildende nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wurden. Die unsichere berufliche Situation und das geringe Einkommen erschweren die Lebens- und Familienplanung und sind oft mit einem gewissen Zukunftspessimismus verbunden. Bei zunehmendem Wirtschaftswachstum und abnehmender Zahl junger Menschen dürften aber atypische Beschäftigungsverhältnisse in den kommenden Jahren seltener werden.

Menschen, die wenig verdient haben und häufiger arbeitslos waren, werden im Alter nur geringe Rentenansprüche haben. Viele Schein- Selbständige - insbesondere solche mit einem Einkommen unter 1. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes der Selbständigen legt jeder Zehnte keinen einzigen Cent zurück, ein weiteres Fünftel weniger als 1. Als Folge drohen im Alter Armut bzw. Abhängigkeit von der Sozialhilfe. Trotz Bevölkerungsrückgang und Fachkräftemangel wird es auch in absehbarer Zeit eine hohe Arbeitslosenquote geben.

Un- und angelernte Arbeitnehmer sowie solche ohne verwertbare Qualifikationen werden es noch schwerer als heute haben, eine Beschäftigung zu finden. Da der Staat aufgrund der hohen Ausgaben für Senioren und Kranke voraussichtlich nur noch sehr begrenzte Leistungen für Langzeitarbeitslose erbringen kann, wird deren Lebensstandard niedrig sein.

Manche wenig qualifizierte Menschen werden aber in Selbsthilfenetzwerken ein Auskommen oder in der Schattenwirtschaft einen Zusatzverdienst finden - allerdings auf niedrigem Niveau. Die "klassische" Biographie mit den Phasen Ausbildung, Vollzeitbeschäftigung am selben Ort und Ruhestand wird man in Zukunft immer weniger finden. Viele Arbeitnehmer werden ein- oder mehrmals ihren Beruf wechseln; zwischen den Arbeitsstellen werden also häufig Ausbildungszeiten bis hin zu einem neuen Studium liegen.

Die Loyalität gegenüber dem einzelnen Arbeitgeber wird abnehmen, weil Beschäftigungsverhältnisse zunehmend als zeitlich begrenzt wahrgenommen werden. Arbeitnehmer werden auch häufig den Wohnort wechseln - entweder weil sie eine andere Stelle antreten oder weil sie vom Arbeitgeber versetzt wurden. Diese Mobilität wird zu mehr Vereinzelung und zu mehr Wochenend-Ehen führen.

Bei multinationalen Unternehmen wird der neue Arbeitsplatz oft im Ausland liegen, sodass Ehepartner und Kinder entweder im Heimatland bleiben oder ebenfalls umziehen müssen - mit all den damit verbundenen Problemen z. So werden mehr Beschäftigte im Schichtdienst, an Abenden, in der Nacht und an Wochenenden tätig sein müssen. Insbesondere "Wissens-" und "Kreativarbeiter" werden immer häufiger ihren Berufsalltag frei gestalten können und sogar nachts oder zu Hause arbeiten dürfen, wenn davon eine Produktivitätssteigerung erwartet wird.

Viele Selbständige werden über die volle Orts- und Zeitsouveränität verfügen, da sie dank Smartphone und Internet überall und jederzeit erreichbar sind. Aufgrund der beruflichen Anforderungen werden Manager und andere höher qualifizierte Arbeitnehmer häufiger Arbeit nach Hause mitbringen und am Abend oder am Wochenende erledigen.

So wird der berufsbedingte Stress weiter zunehmen. Jedoch könnte es in Zukunft auch mehr Erwerbstätige geben, denen ihre Freizeit oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf so wichtig sind, dass sie auf den beruflichen Aufstieg verzichten.

Deshalb berichten schon jetzt einige Unternehmen von Schwierigkeiten, wenn sie Führungspositionen mit Personen aus dem eigenen Hause besetzen wollen. Je knapper das Fachkräfte-Angebot wird, umso schwieriger wird es auch, Mitarbeiter zu halten, die mit ihrer hohen Arbeitsbelastung unzufrieden sind, sich zu stark gestresst fühlen, Probleme mit ihren Vorgesetzten haben oder ihres Erachtens zu wenig Wertschätzung erfahren. In den nächsten 40 Jahren werden die meisten Menschen in Büros und Geschäften tätig sein.

Aber auch die Telearbeit dürfte eine wachsende Rolle spielen: Die ständige Produktivitätssteigerung bewirkt, dass immer weniger Mitarbeiter immer mehr leisten müssen. Da Innovationszyklen einander immer schneller folgen, wird die Beschleunigung der Arbeit weiter zunehmen.

Kenntnisse und Fertigkeiten werden immer rascher veralten: Ohne lebenslanges Lernen geht nichts mehr.





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