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Veränderungen des Zentralnervensystems Das Zentralnervensystem besteht aus dem Gehirn, dem Hirnstamm und dem Rückenmark.

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Einige Autoren empfehlen abzuwarten, bis Symptome entstehen, und erst dann zu operieren. Andere Autoren hingegen empfehlen die Operation wachsender Tumoren vor der Entwicklung von Symptomen. Dies wird damit begründet, dass einerseits die Operationen im allgemeinen ohne bleibende Schäden durchführbar sind und andererseits die durch einen wachsenden Tumor verursachten Behinderungen durch eine OP nicht mehr rückgängig gemacht werden können van Velthoven, Reinacher et al.

Die Entscheidung zur Operation sollte individuell in Abhängigkeit von der speziellen Situation des Patienten und der Erfahrung des Operateurs erfolgen.

Besonders bei Rückenmarkstumoren ist es sinnvoll, die Patienten wenige Tage vor der Operation mit Kortison z. Dexamethason 3 x 2 mg vorzubehandeln. Bei Tumoren im Kleinhirn oder Rückenmark die Flüssigkeitshöhlen Zysten ausbilden, sollte immer der ursächliche solide Tumorknoten identifiziert und entfernt werden.

Danach verschwindet die Zyste von selbst siehe Abb. Während der Operation von Tumoren im Rückenmark oder Hirnstamm sollte die Funktionsfähigkeit der Nervenbahnen kontinuierlich durch intraoperatives elektrophysiologisches Monitoring gemessen werden. Der Verschluss der Wunde sollte in Hinblick darauf erfolgen, dass Betroffene in der Regel jung sind und oft mehrere Operationen erforderlich sind.

Im Hinterhauptsbereich sollte auf jeden Fall der Knochen entweder wieder eingesetzt oder durch einen Knochenersatzstoff, z. Bei der Operation hat immer eine möglichst risikoarme Tumorentfernung Vorrang. Oftmals kann die intraoperative Fluoreszenzangiographie eingesetzt werden Abb. Ferner wird von einigen Patienten eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit nach Operation eines Rückenmarktumors berichtet.

Die Anwendung intraoperative Navigationssysteme ist im Allgemeinen nicht notwendig, da sich die Tumoren meist problemlos über die Zyste oder intraoperativen Ultraschall rasch finden lassen. In diesen Fällen kann über eine alternative Behandlung nachgedacht werden.

Medikamentöse Therapiealternativen befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt noch im experimentellen Stadium. Es existieren verschiedene Fallberichte über Behandlungen mit einzelnen Substanzen. Es wurden vornehmlich Chemotherapeutika eingesetzt, die bereits zur Behandlung von Nierenzellkarzinomen oder zur Behandlung anderer Arten von Hirntumoren zugelassen sind.

Bislang konnte noch kein Effekt einer Chemotherapie bei Hämangioblastomen im Rahmen einer Studie nachgewiesen werden. Derzeit laufen zu dieser Frage verschiedene Studien: Substanz wirkt bei Nierenzellkarzinomen aber nicht bei Hämangioblastomen Strahlenchirurgie: Für inoperable Tumoren oder Patienten in schlechtem Allgemeinzustand kann die sogenannte Strahlenchirurgie eine Alternative darstellen. Die Strahlenchirurgie ist eine Form der Strahlentherapie bei der hochdosierte Strahlen millimetergenau auf einen kleinen Beriech fokussiert werden.

Strahlenchirurgie kann mit verschiedenen Geräten durchgeführt werden, dem Gamma-Knife, dem Cyberknife oder dem Linac. Auch die Protonentherapie wird zur Behandlung von Hämagioblastomen angeboten. Für die Wirksamkeit dieser Form der Bestrahlung existieren keine verlässlichen Daten. Wichtig ist, dass die Strahlenchirurgie ebenfalls Nebenwirkungen haben kann. Durch Strahlenchirurgie kann es vorübergehend zur Schwellung der Tumore kommen und dadurch zur Verschlechterung der Symptome.

Auch kann die Radiochirurgie zur Vermehrung eines Ödems führen und damit ebenfalls zur neurologischen Verschlechterung. Daher muss die Frage nach einer Strahlenchirurgie ähnlich sorgfältig geprüft werden, wie die Frage nach einer Operation. Angesichts der aktuellen Studienlage ist jedoch unklar, inwieweit diese Behandlungsform tatsächlich für Hämangioblastome wirksam ist Asthagiri, Mehta et al. In den veröffentlichten Studien stellen einige behandelte Tumoren das Wachstum ein, während andere weiter wachsen.

Ferner ist zu beachten, dass durch die Strahlentherapie nur der solide Tumor und nicht die zystische Komponente behandelt werden kann. Von einer prophylaktischen vorsorglichen Bestrahlung asymptomatischer nicht Wachsender Tumoren sollte nach aktuellem Kenntnisstand abgeraten werden Asthagiri, Mehta et al.

Daher gilt für die Strahlenchirurgie, dass sie nur zur Anwendung kommen sollte, wenn die Möglichkeit zur Operation im Vorfeld durch einen Chirurgen geprüft werden sollte, der Erfahrung bei der Operation von VHL Patienten hat. Strahlenchirurgie sollte nur im Gehirn angewendet werden und nicht im Rückenmark, da für das Rückenmark kaum Erfahrungen vorliegen und für das Rückenmark ein hohes Risiko besteht.

Für eine optimale Früherkennung sollte im Allgemeinen bei Patienten mit von Hippel-Lindau Krankheit einmal pro Jahr eine kernspintomographische Verlaufskontrolle durchgeführt werden. Da Hämangioblastome etwa ab dem Lebensjahr auftreten, sollte zu diesem Zeitpunkt mit den Untersuchungen begonnen werden.

Die umfassende Untersuchung beinhaltet nicht nur die Bildgebung sondern auch eine neurologische Untersuchung. Wachsende Tumoren sollten - sofern sie nicht operiert werden - engmaschiger kontrolliert werden.

Im Allgemeinen genügen 6-monatige Kontrollen. In einigen Fällen z. Die Kontrollen sollten mittels Kernspintomographie erfolgen.

Es werden mindestens folgende Sequenzen benötigt: Diese Information kann für die Operation sehr hilfreich sein. Differentialdiagnose Hämangioblastome im Kleinhirn können in der Kernspintomographie anderen Tumoren ähneln. Dazu gehört das sogenannte pilozytische Astrozytom, ein langsam wachsender Hirntumor, der vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt.

Hämangioblastome mit Ausbildung einer Syrinx im Rückenmark können gelegentlich mit anderen Rückenmarkstumoren, die auch zu einer Ausformung einer Syrinx führen können, verwechselt werden. Astrozytome oder Ependymome des Rückenmarks. Neumann , konnte gezeigt werden, dass unterhalb des Lebensjahrs Hämangioblastome praktisch nicht vorkommen, danach aber zu jedem Zeitpunkt des Lebens neu auftreten können.

Daraus ergibt sich, dass betroffene Kinder ab dem Die Kernspintomographie ist dabei die Bildgebungsmethode der Wahl. Sie beruht auf magnetische Wechselfelder, ist somit an sich nicht belastend im Vergleich zu Röntgenverfahren Computertomographie.

Die Kernspinröhre ist allerdings etwas eng und laut, und manche Patienten entwickeln Platzangst. In solchen Fällen lassen sich leichte Beruhigungsmittel verabreichen.

Die Bildgebung ersetzt allerdings nicht eine genaue neurologische Untersuchung. Hämangioblastome kommen häufig multipel vor, so dass vor einer Therapieentscheidung beim Auftreten neurologischer Symptome genau ermittelt werden muss, welcher der Tumoren nun für die Symptome verantwortlich gemacht werden muss, so dass dieser gezielt behandelt werden kann.

Hämangioblastome können überall im zentralen Nervensystem vorkommen. Tumore im Kleinhirn können als kleine Knoten auftreten und führen in der Regel nicht zu Symptomen. Zysten flüssigkeitsgefüllte Hohlräume entwickeln oder ein Ödem, d. Symptome der Raumforderung im Kleinhirn sind u. Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Ungeschicklichkeit und Kopfschmerzen. Dann kann es lebensgefährlich werden.

Am zweithäufigsten treten Hämangioblastome im Rücken-mark auf. Häufig führen Hämangioblastome zudem zur Ausbildung von Zysten und zur Höhlenbildung im Rückenmark, die sich entlang des Rückenmarks ausbreiten können. Häufig ist die Zysten- oder Höhlenbildung für die eigentlichen Symptome verantwortlich. Durch die Operation des zugrundeliegenden Tumors bilden sich häufig die Zysten und Höhlen zurück. Seltener treten Hämangioblastome im Hirnstamm auf. Diese Lokalisation ist besonders problematisch, da im Hirnstamm wichtige und lebensnotwendige Funktionen lokalisiert sind.

Symptome von Hirnstammtumoren können u. Bei weitem nicht alle Hämangioblastome müssen operiert werden. Häufig kann beobachtet werden. Prinzipiell gilt, dass Hämangioblastome, die zu neurologischen Störungen führen operiert werden sollten, sobald die Störungen beginnen. Wichtig ist allerdings genau zu prüfen, ob die Beschwerden tatsächlich auf einen bestimmten von oftmals zahlreichen Tumoren zurückzuführen sind.

Erst dann sollte operiert werden. Zu bedenken ist, dass sobald Symptome beginnen, die Kompensationsmöglichkeiten des Nervensystems oftmals aufgebraucht sind und sich rasch eine Verschlechterung ergeben kann. Ziel der Operation ist in erster Linie den Tumor zu entfernen aber gleichzeitig die neurologischen Funktionen zu erhalten. Hierzu werden verschiedene operative Techniken eingesetzt.

Solche Operationen werden unbedingt unter dem Operationsmikroskop Mikrochirurgie durchgeführt. Insbesondere bei Operationen von Hirnstamm- oder Rückenmarkshämangioblastomen werden mittels sogenannter neurophysiologischer Verfahren neurologische Funktionen überwacht.

Die Zugänge sollten so klein wie möglich gehalten werden, da nicht selten multiple Operationen bei Betroffenen zeitlebens durchgeführt werden müssen. Dies gilt sowohl im Kopf- wie im Rückenmarksbereich. Kleine Zugänge Erschweren etwas die Tätigkeit der Chirurgen, sind aber für die Patienten wesentlich schonender. Operationen am Hypophysenstiel werden an unserem Zentrum durch die Nasenlöcher vorgenommen mittels der Endoskopie durchgeführt.

Oftmals wird von Betroffenen nach Alternativen für eine notwendige Operation gefragt. Wenn Symptome der Raumforderung, z. Bei kleinen Hämangioblastomen ist bisher auch die sogenannte Radiochirurgie angewendet worden. Bei der Radiochirurgie geht man davon aus, dass diese zu einer Stabilisierung der Tumore führt. Nach vielen Jahren kann es allerdings wieder zum Wachstum der Herde kommen. Therapien wie Protonenstrahlung oder Kohlenstoffionenstrahlung scheinen nach derzeitigen Verständnis keine Rolle bei der Therapie von Hämangioblastomen zu spielen.

Die Betroffenen sollten sich zunächst per Email direkt an ihn wen-den. Auch für eine zweite Meinung steht Prof. HÄB des Rückenmarks sind mit ca. Je nach Lokalisation treten unterschiedliche Symptome auf. So sind Schwindel mit Gangstörungen als auch Kopfschmerzen bei Kleinhirntumoren sehr häufig, während Gangstörungen und Lähmungserscheinungen durch Tumoren im Rückenmark verursacht werden.

Die Kernspintomographie wird in der Regel einmal ohne und dann mit Gabe eines Kontrastmittels durchgeführt und reicht aus, die Diagnose zu sichern und gleichzeitig eine Operationsplanung mit Abschätzung der Risiken vornehmen zu können.

Ziel einer Operation ist immer die Entfernung des Tumorherdes. Die Zyste selbst entleert sich bei Eröffnung und bedarf keiner zusätzlichen, operativen Entfernung. Die diagnostischen Untersuchungsverfahren sollten schonend, also nicht invasiv sein. Handelt es sich um ein kleines HÄB, welches noch keine Symptome verursacht, kann auch abgewartet werden. Therapie der Wahl ist die neurochirurgische Operation. Bei der Planung der Operation am Kleinhirn bzw. Hirnstamm wird immer versucht den kürzesten und zugleich schonendsten Zugang zu wählen, um Hirngewebe zu schonen.

In den letzten zwanzig Jahren haben die technischen Hilfsmittel, wie z. Die anatomischen Gegebenheiten beschränken die Zugangsmöglichkeiten, ein Ultraschall während der Operation hilft zur Orientierung und eine Überwachung der elektrophysiologischen Signale von Hirnnerven und zentralen Nervenbahnen bei Prozessen am Hirnstamm sichern den Erfolg der Operation.

Mögliche Komplikationen infolge einer Operation am Kleinhirn können Schwindel, Sprachstörungen und Schluckbeschwerden Hirnnervenstörungen sowie eine Liquorfistel darstellen. Bei einer Liquorfistel kann Hirnwasser aus der Wunde austreten. Aufgrund der besonders engen Nachbarschaft von Kleinhirn, Hirnstamm und den dazugehörigen Hirnnerven sollte eine kompetente neurochirurgische Intensivstation als Absicherung zur Verfügung stehen.

Bei einer OP am Rückenmark erfolgt der Zugang immer von hinten durch die Mitte, da hierbei die Bahnensysteme weitestgehend geschont werden können. Dabei wird nur ein Teil des Wirbelbogens entfernt, um die Stabilität der Wirbelsäule zu erhalten und nicht zu gefährden. Bei ausgedehnten Befunden werden die herausgenommenen Segmente bei OP-ende wieder eingesetzt.

Mögliche Komplikationen sind auch hier eine Liquorfistel sowie die Gefahr der Stand- und Gangunsicherheit aufgrund einer Störung der sog. Tiefensensibilität, die das Laufen einschränken. Nachsorge Einer Operation sollte eine Rehabilitation nachfolgen, da in der Frühphase die besten und schnellsten Fortschritte bei neurologischen Ausfällen erzielt werden können.

Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Physiotherapie von bis 2 Jahren erstaunliche Erfolge erzielen kann und damit nicht schon nach 6 Monaten beendet werden sollte.

Selbst nach dieser Zeit sind noch mit einem intensiven Training kleine Verbesserungen zu erreichen. Das Intervall kann nach internationalen Empfehlungen auf 3 Jahre verlängert werden, wenn keine weiteren Befunde aufgetreten sind. Ist dies auch nach dem Lebensjahr noch der Fall, kann das Kontrollintervall auf 5 Jahre verlängert werden, wobei anzumerken bleibt, dass es grundsätzlich zu Rezidiven kommen kann, also neuen HÄB-Befunden. In der Praxis werden daher meist jährliche Verlaufsuntersuchungen durchgeführt.

Ein HÄB muss nicht sofort operiert werden, der Verlauf kann auch beobachtet werden. Eine Alternative zu einer OP Bestrahlung ist meist nicht gegeben. In der Beratung sind Fragen nach der Erfahrung eines Neurochirurgen und der explizite Wunsch, diesen im Vorfelde kennen zu lernen nicht nur legitim, sondern sollten diese auch als verständliche Wünsche des Patienten verstanden werden.

In diesem Artikel stelle ich eine Verbesserung der operativen Methodik bei der Behandlung von Hämangioblastomen vor. Ein Problem bei der Operation von Hämangioblastomen generell ist die Tatsache, dass die Tumoren des Öfteren nicht einfach zu finden sind. Tumoren mit Zysten sind meist leicht zu finden, jedoch kann das Auffinden nach Eröffnung und Kollaps der Zyste erschwert sein.

Hämangioblastome im Rückenmark sind häufig durch Nervenwurzeln verdeckt. Ausgedehntes Suchen und Manipulieren an den Wurzeln führt schnell zu neurologischen Ausfallserscheinungen. Schwierigkeiten beim Auffinden der Tumoren während der Operation können dazu führen, dass die Tumoren entweder inkomplett entfernt werden, oder das es beim Aufsuchen der Tumoren zu einer Beschädigung von Nervengewebe kommt.

Wir haben in der aktuellen Arbeit eine Methode beschrieben, die das Auffinden der Tumoren bei den Operationen vereinfacht. Ferner lassen sich Zystische Läsionen generell gut mit dem Ultraschall darstellen. Wir hatten diese Idee allerdings nicht als erste. In den 90er Jahren hatte Dr.

Kanno aus Japan über die Verwendung von Ultraschall bei der Operation von Hämangioblastomen berichtet. Von Januar bis Januar wurden 69 Patienten mit Hämangioblastomen bei uns operiert. Die neue Ultraschallmethode wurde bei 64 dieser Patienten angewendet. Im normalen Ultraschallmodus konnten gut die Hälfte der Tumoren dargestellt werden.

Insgesamt konnten mit Anwendung dieser Methode die operierten Hämangioblastome zuverlässig entfernt werden. Lediglich bei zwei der 64 operierten Patienten kann es zu einer inkompletten Tumorentfernung. Hierbei handelte es sich einen Tumor im Spinalnerven und um einen Tumor im untersten Abschnitt des Rückenmarks.

Insgesamt empfinden wir diese neue Methode als sehr hilfreich bei der Operation von Hämangioblastomen. Sie bietet erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Navigationsmethoden. Das obere Bild ist ein Ultraschallbild, das während der OP aufgenommen wurde. Hier färbt sich der Tumor gelb und rot an Pfeil , wohingegen die Zyste schwarz bleibt. Doppler-sonographically guided resection of central nervous system hemangioblastomas. Der Augenarzt Eugen von Hippel berichtete als erster von familiärem Auftreten von retinalen Angiomen auf der Netzhaut.

Bei den HÄB handelt es sich um gutartige, stark durchblutete Tumoren des Zentralnervensystems, die in der Regel im Kleinhirn, dem Hirnstamm und dem Rückenmark vorkommen können. Sie bestehen aus einem soliden und einem zystischen Anteil. Sie sind am 8. Tag der embryonalen Entwicklung stecken geblieben und haben sich nicht weiterentwickelt. Wie es dazu kommt, dass aus einer Präneoplasie ein HÄB entsteht, ist bislang nicht bekannt.

Im Rückenmark kann zwischen zwei verschiedenen Gruppen von Symptomen unterschieden werden: Während Myelopathien Gangstörungen, spastische Spannungen und Blasen- und Mastdarmstörungen verursachen. Im Kleinhirn können ebenfalls zwei Symptomgruppen unterschieden werden.

Zum einen gibt es Ausfälle wie Schwindel, Koordinierungsstörungen und Gangstörungen, wenn das Kleinhirn seine Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Zum anderen durch Druck, weil die Gehirnflüssigkeit nicht mehr richtig abgeführt werden kann. Der Mensch produziert täglich ca. Dies führt zu starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Koma, wenn der Druck die arterielle Blutversorgung behindert.

Des Weiteren wird geprüft, ob das Risiko von einem Hirndruckanstieg gegeben ist. Bis vor zwei Jahren war es am Freiburger Klinikum üblich die Kontrollen jährlich durchführen zu lassen. Mittlerweile wird der Untersuchungsintervall auf zwei Jahre verlängert, wenn kein Tumorwachstum zu beobachten ist und keine Ausfälle vorliegen. Dies ist jedoch eine ganz individuelle Entscheidung, die zwischen Prof. Alle Operationen haben Risiken und Nebenwirkungen.

Eine Operation ist bei symptomatischen Tumoren angezeigt, da die Erfahrung zeigt, dass bereits vor der Operation aufgetretene Symptome nach der OP bestehen bleiben, je länger diese Symptome bestehen. Unter Neurochirurgen wird kontrovers diskutiert, ob HÄB operiert werden sollten, obwohl sie noch keine Symptome verursachen. In Freiburg werden HÄB operiert, wenn diese wachsen, weil - wie oben beschrieben - Symptome auch nach einer Operation oftmals bestehen bleiben, es aber nur in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung kommt.

Gegen eine Operation kann sprechen, wenn zum einen der Patient in einem allgemein schlechten Gesundheitszustand ist oder er ein Phäochromozytom Nebennierentumor hat. In diesen Fällen sollte das Phäochromozytom als erstes behandelt werden. Zum anderen können die Lage des Tumors, eine nicht komplette Entfernung des Tumors sowie ein diffuses Wachstum gegen eine Operation sprechen.

Als Alternativen zu einer Operation können genannt werden: Eine medikamentöse Behandlung von HÄB gibt es bislang nicht. Etwa zwei Drittel der Zeit wird benötigt, um zum Tumor zu gelangen. Gläsker kennt diese Komplikation und berichtete, dass dann die Rückenmarkshaut mit dem Rückenmark verwachsen sei.

Die Ergebnisse sind jedoch oftmals langfristig nicht sehr zufriedenstellend. Die Verwachsungen sind im MRT nicht wirklich zu sehen, sie können eher vermutet werden.

Die Erfahrungen aus Freiburg lassen vermuten, dass diese Komplikation häufiger auftritt, wenn der Patient an gleicher Stelle schon voroperiert ist bzw. Die supratentorielle Lokalisation ist extrem selten, bisher wurden Fälle in der Literatur publiziert.

Ziel der retrospektiven Analyse in dieser Arbeit war es die natürliche Wachstumsrate von Hämangioblastomen speziell in der supratentoriellen Lokalisation mit anderen Lokalisationen zu vergleichen und festzustellen, ob ein anderes Wachstumsverhalten bei dieser Untergruppe von Hämangioblastomen zu beobachten ist. Unter insgesamt Patienten, bei denen aufeinander folgende bildgebende Kontrolluntersuchungen zwischen und durchgeführt wurden, waren 13 Patienten mit insgesamt 18 supratentoriellen Hämangioblastomen.

Das mittlere Lebensalter dieser Patienten war 29 Jahre zwischen 14 und 48 Jahren. Im Mittel wurden die bildgebenden Verlaufskontrollen über einen Zeitraum von 29 Monaten Monaten durchgeführt und die klinische Nachbeobachtungszeit betrug im Mittel 9 Jahre Jahre. Am Häufigsten traten die supratentoriellen Hämangioblastome im Temporallappen und in der sogenannten Hippocampus-Region auf 7 Tumore.

Jeweils 2 Tumoren waren am Hypophysenstiel, am Corpus callosum Hirnbalken und anderen Lokalisationen. Insgesamt wurde in dieser Studie festgestellt, dass das Wachstumsmuster bei supratentoriellen Hämangioblastomen sehr variabel sein kann.

Anders als bei cerebellären im Kleinhirn liegenden oder spinalen Hämangioblastomen beschrieben, war hier kein Wachstum in zwei unterschiedlichen Phasen zu beobachten. Wir hatten in der aktuellen Ausgabe des Zentralblatts für Neurochirurgie eine Übersichtsarbeit über die Prinzipien der Behandlung von Hämangioblastomen des ZNS sowie über typische Fallgruben veröffentlicht. Es war hierbei unser Ziel, das Bewusstsein über die Komplexität dieses Krankheitsbildes innerhalb der Gruppe der Deutschen Neurochirurgie zu verbessern.

Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es aufgrund mangelnder Bekanntheit dieses für die meisten Neurochirurgen seltenen Krankheitsbildes zu einer Verzögerung der optimalen Therapie kommen kann. Hierdurch können den betroffenen Patienten bleibende Schäden entstehen.

Der Artikel hat den Charakter einer umfassenden Übersichtsarbeit und enthält daher sehr viele Informationen, welche den Lesern des von Hippel-Lindau-Rundbriefes bereits ausreichend bekannt sind. In dieser Zusammenfassung unserer Arbeit möchte ich mich auf die neueren Aspekte konzentrieren. In seltenen Fällen kann auch eine leptomeningeale Hämangioblastomatose auftreten.

Hierbei kann das gesamte Rückenmark von Tumormasse eingemauert werden. Die durch die Tumoren verursachten Symptome werden meist weniger durch den soliden Tumoranteil, sondern eher durch die zystischen Komponenten hervorgerufen. Im Rückenmark stehen meistens Gangstörungen und Schmerzen, später unter Umständen auch Lähmungserscheinungen im Vordergrund.

Die Tumoren im Kleinhirn verursachen meistens Koordinationsstörungen. Durch die Raumforderung im Bereich der hinteren Schädelgrube kann es zu einer Zirkulationsstörung des Nervenwassers kommen. Hierdurch kann es zu akuten Hirndruckzeichen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Bewusstseinsstörungen kommen. Aktuellere Arbeiten zeigen, dass die Tumoren vermutlich aus embryonalen Zellen hervorgehen, welche an der Entwicklung des Blut- u.

Das Zellbild der Tumoren ist meistens typisch. Es kann jedoch nach der Entfernung beim Pathologen zu Verwechslungen mit metastatischen Nierenzellkarzinomen kommen. Hämangioblastome stellen sich typischerweise als ein stark Kontrastmittel-aufnehmender Tumorknoten dar. Bei Patienten mit von Hippel-Lindau-Krankheit und Hämangio-blastomen ist es unbedingt notwendig, das gesamte ZNS kernspintomographisch zu untersuchen, da mit dem Auftreten multipler Tumoren zu rechnen ist.

Wir haben ein reduziertes Kernspinprogramm zur Identifikation der relevanten Läsionen etabliert. Axiale Ansichten werden auf Höhen der evtl. Ferner ist eine T2-gewichtete Aufnahme entscheidend, um eine eventuelle Syringomyelie flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Rückenmark oder Ödeme Schwellung als Aktivitätszeichen für die Tumoren zu identifizieren. Hierdurch kann das Blutungsrisiko während und nach der OP deutlich verbessert werden. Verwechslungsmöglichkeiten für den Radiologen bieten das juvenile pilozytische Astrozytom oder metastatische Tumoren.

Ferner gibt es in der Literatur Fälle, bei denen Hämangioblastome mit Gliomen des Nervus opticus, zerebellaren Astrozytomen und Meningeomen verwechselt wurden. Eine weitere radiologische Fallgrube besteht bei Hämangioblastomen, die sich als klassische Sanduhrgeschwulst der Nervenscheide präsentieren. Hier besteht eine Verwechslungsgefahr zum Neurinom. Eine solche Verwechslung kann für die OP fatale Folgen haben, da bei einem Neurinom üblicherweise der Tumor eröffnet wird.

Ein solches Vorgehen würde bei der OP eines Hämangioblastoms möglicherweise zu unkontrollierbaren Blutungen führen. In solchen Fällen empfehlen wir im Zweifelsfall die Durchführung einer Angio-graphie. Hierdurch kann definitiv ein Neurinom von einem Hämangioblastom unterschieden werden. Bei der Operationstechnik gibt es einige Fallgruben. Im Unterschied zu anderen Tumoren dürfen Hämangioblastome nicht ausgehöhlt werden.

Eine Eröffnung des Tumors durch den Operateur muss unbedingt vermieden werden. Es kommt sonst zu schwer kontrollierbaren Blutungen, die die OP unübersichtlich machen und eine Verletzung wichtiger Nervenbahnen provozieren.

Ferner kann dies dazu führen, dass Teile des Tumors zurückgelassen werden. Ringsherum werden in die Resektionshöhle kleine Hirnwatten eingelegt. Ein blutfreies und übersichtliches OP-Feld ist entscheidend, um eine Verletzung der Nervenbahnen zu vermeiden und eine vollständige Entfernung des oft sehr kleinen Tumors zu gewährleisten. Nach Embolisation können die Tumoren anschwellen, so dass die operative Entfernung dann innerhalb von Tagen erfolgen sollte.

Die häufig in Verbindung mit Hämangioblastomen auftretenden wassergefüllten Blasen im Kleinhirn Zysten und Rückenmark Syrinx können nicht durch eine einfache Eröffnung der Blase behandelt werden. Es muss der für die Blase ursächliche Tumor gefunden und entfernt werden. Ansonsten wird sich die Blase wieder neu bilden. Bis heute ist die operative Entfernung die einzige wirksame Therapie bei Hämangioblastomen. Medikamentöse und strahlentherapeutische Alternativen konnten bisher keine klare Wirksamkeit nachweisen und sind daher nur dem Ausnahmefall vorbehalten.

Hämangioblastome haben die besondere Eigenart, dass ihre Wachstumskurve nicht wie bei den meisten Tumoren konstant verläuft. Hämangioblastome können Phasen von Wachstum aufweisen und dann aus unerklärlichen Gründen von selbst in eine Ruhephase übergehen. Ferner entwickeln Patienten mit von Hippel-Lindau-Krankheit meistens multiple Hämangioblastome und können somit durch die operative Entfernung eines Tumors auch nicht definitiv geheilt werden.

Es herrscht ein grundsätzlicher Konsens, dass alle symptoma-tischen Hämangioblastome entfernt werden sollten. Hämangio-blastome, die durch eine Zirkulationsstörung des Nervenwassers auffällig werden, sollten dringend zeitnah entfernt werden.

Bei Patienten mit asymptomatischen Tumoren wird der Tumor im Verlauf beobachtet. Kommt es dann zum Wachstum des Tumors, ohne dass dieser Symptome verursacht, gehen die Meinungen der Chirurgen auseinander.

Einige empfehlen, diese Tumoren weiter zu beobachten, bis Symptome auftreten und dann zu operieren. Die andere Gruppe, zu der auch wir in Freiburg zählen, empfiehlt die Entfernung der wachsenden Tumoren bereits im asymptomatischen Stadium. Der Hintergrund ist der, dass wir beobachtet haben, dass einmal aufgetretene Symptome bzw. Unserer Ansicht nach ist es daher nicht sinnvoll auf das Auftreten von Symptomen zu warten. Im klinischen Alltag treten sie hingegen kaum in Erscheinung.

Hämangioblastome in der hinteren Schädelgrube: Nur Prozent aller Raumforderungen in der hinteren Schädelgrube sind Hämangioblastome.

Die häufigsten Symptome bei Kleinhirntumoren sind Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel und Übelkeit, sowie seltener Hirnnervenausfälle. Es können vier verschiedene Manifestationsformen von Kleinhirntumoren unterschieden werden, die unterschiedlich häufig vorkommen Typ 1: Die HÄB verursachen bei ca. Die HÄB sind sehr stark durchblutet und haben oft einen zystischen Anteil, der für die Symptome verantwortlich ist. Diagnostisch kann das HÄB mit einem Astrozytom bzw. Operation Anders als z.

Entscheidend ist die Frage, ob der Tumor Symptome verursacht. HÄB wachsen in der Regel langsam und es gibt auch häufig Phasen, in denen überhaupt kein Wachstum feststellbar ist. Vor der eigentlichen chirurgischen Entfernung kann eine Embolisation erforderlich sein. HÄB wachsen nicht in umliegende Strukturen ein und sind daher grundsätzlich gut entfernbar.

Eine ungünstige Lage kann jedoch ein Hindernis sein. Ziel der Operation sollte es immer sein, den Tumor komplett zu entfernen. Während früher erst nach der OP festgestellt werden konnte, ob es Beeinträchtigungen in den Funktion gibt, werden heutzutage die Funktionen wie z. Sprechen während der OP konstant überwacht, so dass Schädigungen der Funktion vermieden werden können.

In den letzten Jahren wurde zunehmend berichtet, dass bei einer supratentoriellen vereinfacht übersetzt: Meistens handelte es sich jedoch um Einzellfallberichte. Die mittlere Zeit der Verlaufsbeobachtung betrug Auf den kernspintomographischen Bildern in der T1-Gewichtung nach Kontrastmittelgabe zeigten alle Hämangioblastome des Hypophysenstiels eine klare Kontrastmittelaufnahme.

Bei keinem der 8 Patienten mit Hämangioblastomen des Hypophysenstiels waren klinische Beschwerden z. Auch die endokrinologischen Laboruntersuchungen Untersuchungen der Hormonwerte, die aufgrund der Nähe zur Hirnanhangsdrüse als hormonelles Steuerungszentrum durchgeführt wurden waren bei diesen Patienten im Normbereich.

Die Verteilung der 28 supratentoriellen Hämangioblastome wurde in dem Artikel in Form einer Tabelle präsentiert.

In der Diskussion dieses Artikels wird von den Autoren zunächst aufgeführt, dass bei Patienten mit VHL-Syndrom das Entstehen von Hämangioblastomen im zentralen Nervensystem mitunter die häufigste Manifestation der Erkrankung darstellt ca. Unabhängig davon, ob diese sporadisch oder im Rahmen einer VHL-Erkrankung auftreten, haben Hämangioblastome typische Entstehungsorte im zentralen Nervensystem.

Dabei ist die Tumormanifestation im supratentoriellen Bereich insgesamt selten, jedoch weisen Einzellfallberichte in der Vergangenheit darauf hin, dass nicht selten Hämangioblstome auch am Hypophysenstil entdeckt wurden. The natural history of central nervous system hemangioblastomas in patients with von Hippel-Lindau disease. Bei dieser Studie wurden jedoch primär die Hämangioblastome am Hirnstamm, Kleinhirn und Rückenmark im Zeitverlauf untersucht und daher keine zusätzlichen detaillierten Informationen über die Tumoren am Hypophysenstil angegeben.

Neben dieser Studie wurden in der Vergangenheit nur 5 Einzelfallberichte veröffentlicht, bei denen die Entstehung von Hämangioblastomen am Hypophysenstil nachgewiesen wurde. Mit einem mittleren Lebensalter von 33,4 Jahren zwischen Jahren war der Zeitpunkt der Erstdiagnose bei diesen Patienten ähnlich wie dieses bereits bei Patienten mit Hämangioblastomen an anderen Stellen des zentralen Nervensystems bekannt war. Bei 2 von 3 Patienten mit kompletter Tumorentfernung wurde nach der Operation ein vollständiger Verlust aller hypophysären Funktionen d.

Eine Patientin litt bereits unter einem Ausfall der Hirnanhangsdrüse vor dem operativen Eingriff. Die Funktionen der Hirnanhangsdrüse blieb bei der Patientin erhalten, bei der eine inkomplette Tumorentfernung durchgeführt wurde. Dabei ist anzumerken, dass die Häufigkeit der Tumoren im supratentoriellen Raum und am Hypophysenstil in der vorliegenden Studie im Vergleich zu vorherigen Berichten und auch entgegen der allgemeinen Erwartungen höher liegt. Ebenso lag der Fokus der Untersuchungen früher mehr auf den häufigeren Manifestationsorten wie Hirnstamm, Kleinhirn und Rückenmark.

Die Autoren weisen in Ihrer Arbeit darauf hin, dass für die Diagnose und für die Nachbeobachtung eines Hämangioblastoms am Hypophysenstil bei VHL-Patienten eine speziell fokussierte Kernspinaufnahme der Hypophysenregion Bereich um die Hirnanhangsdrüse erforderlich ist. Auch sind fortlaufende augenärztliche Untersuchungen, inklusive Gesichtsfeldprüfung, wichtig, um den Verlauf dieser Tumore, die meist in der Nähe der Sehbahn liegen, zu kontrollieren. Empfohlen wird auch eine klinische und endokrinologische Nachuntersuchung, d.

Überprüfung der hormonellen Laborwerte, bei gesichertem Nachweis eines Hämangioblastoms am Hypophysenstil. Der optimale Zeitpunkt und auch die Art der chirurgischen Behandlung sind bei Hämangioblastomen des Hypophysenstiels noch unklar. Erstrebenswert ist die Entfernung des Tumors unter Erhaltung der Funktionen der Hirnanhangsdrüse, allerdings zeigten die vorherigen Berichte, dass eine komplette Entfernung häufig einen Ausfall der Hypophysenfunktion Funktion der Hirnanhangsdrüse nach sich ziehen kann.

Aufgrund dieser potentiellen Risiken, die mit einer operativen Behandlung einhergehen können und auch in Anbetracht des meist langsamen Wachstums von Hämangioblastomen, die häufig auch keine unmittelbaren klinischen Beschwerden verursachen, empfehlen die Autoren ein konservatives Vorgehen mit Verlaufsbeobachtung durch fortlaufende Bildgebung MRT sowie endokrinologischen und augenärztlichen Kontrollen. Patienten mit Hämangioblastomen an dieser insgesamt jedoch seltenen Lokalisation bleiben häufig ohne Beschwerden und daher ist nach Ansicht der Autoren eine unmittelbare Behandlung nicht erforderlich.

Zunächst kann eine Verlaufsbeobachtung unter fortlaufender MRT-Bildgebung, augenärztlichen und endokrinologischen Kontrolluntersuchungen erfolgen und die operative Therapie zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn durch Druckwirkung auf benachbarte anatomische Strukturen klinische Beschwerden auftreten.

Samii, und Prof. Gaab, in Hannover tätig. Sie sind somit für VHL Betroffene eine häufige Erscheinung, für Neurochirurgen sind sie jedoch eher seltene Tumoren, da sie nur zwei Prozent aller Tumoren des Zentralnervensystems ausmachen. HÄB treten mit Prozent am häufigsten im Kleinhirn auf. Vielmehr verdrängen sie das umliegende Nervengewebe.

Sporadische HÄB treten ca. Das Gehirn produziert ungefähr ml Nervenwasser am Tag, normalerweise wird Nervenwasser in den Hirnkammern gebildet und dann nach einer Zirkulation im Gehirn in den sog.

Die Nervenwasserproduktion und -resorption stehen in einem Gleichgewicht. HÄB können den Informationsfluss innerhalb des Rückenmarkes stören, so dass es zu Gangstörungen, Lähmungen und zu Schwäche in der Muskulatur kommen kann. Diagnose Für die Diagnostik kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz.

Bei der Kernspintomographie können Bilder in mehreren Schnittebenen erstellt werden, die eine genaue Beurteilung ermöglichen. Diese ist jedoch bei HÄB nur sehr selten nötig. Auch hat sie in den meisten Fällen keine direkte Konsequenz auf das weitere Vorgehen.

Zudem ist die Untersuchung invasiv. Grundsätzlich gibt es drei Optionen, die im Folgenden aufgeführt werden. Abwarten, durch engmaschige Bildgebung wird der Verlauf beobachtet. Operation des Tumors 3. Nakamura verwies auf eine Publikation von Wanebo et al aus dem Jahre Journal of Neurosurgery Jedoch 67 Prozent der begleitenden Zysten zeigten ein Wachstum.

Die Untersuchung zeigte ferner, dass es bislang keine Möglichkeit gibt, um festzustellen, wie lange die Phasen von Wachstum bzw.

Die Symptome werden meistens von den Zysten verursacht. Nakamura auf eine neuere Publikation von Ammermann et al aus dem Jahr ein Journal of Neurosurgery Aber nur 41 Prozent der Patienten entwickelten auch Beschwerden.

Operation des Tumors Ein HÄB bei VHL-Patienten, welches noch keine Symptome verursacht asymptomatisch , sollte dann operiert werden, wenn zu befürchten ist, dass direkt benachbarte anatomische Strukturen z. Hirnnerven unwiederbringlich in Mitleidenschaft gezogen werden, falls der Tumor weiter wächst.

Ein HÄB sollte dann operiert werden, wenn Beschwerden auftreten. Es sollte dann nicht zu lange gewartet werden, da sich die Beschwerden im Frühstadium nach einer Operation noch zurückbilden können. Heutzutage erfolgt eine neurochirurgische Operation immer mit einem Operationsmikroskop. Da wo es nötig ist, wird computergestützt operiert z. Die Neuronavigation kommt insbesondere bei kleinen Tumoren in tiefer Lokalisation zur Anwendung.

Während der Operation intraoperativ erfolgt eine elektrophysiologische Online-Überwachung verschiedener funktioneller Bahnen z. Auch Hirnnerven werden während der Operation durchgemessen, um zu sehen, ob sich die elektrisch evozierten Potentiale bei Manipulation verändern. Die HÄB befinden sich im Kleinhirn häufig relativ oberflächlich, so dass sie einfach zugänglich sind.

Bei tiefer liegenden Tumoren erfolgt die Operation in der Neurochirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover in einer halbsitzenden Lage des Patienten, da so das Operationsgebiet am besten einsehbar ist. Die Zyste wird bei der Operation eröffnet und kollabiert dann weiter binnen 24 Stunden nach der Operation. Auf der Vorderseite des Hirnstamms kommen HÄB sehr selten vor, was sehr positiv ist, da eine Operation dort problematischer ist.

Die Vorderfläche des HÄB liegt auf dem Hirnstamm fest auf und muss ganz vorsichtig abgelöst werden, damit wichtige motorische und sensible Nervenbahnen sowie die Schaltstellen für die Hirnnerven nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die HÄB können meistens durch einen erfahrenen Neurochirurgen gut operiert werden. Zudem befinden sie sich viel häufiger auf der Hinterseite dorsal des Rückenmarks als auf der Vorderseite ventral. Bei der Operation wird die Rückenmarkshaut geöffnet, meistens ist der Tumor dann schon sichtbar. Während der Operation werden die langen Nervenbahnen ständig überprüft.

Eine mit dem Tumor einhergehende Syrinx braucht nicht extra behandelt werden, da sie sich nach der Operation mit Entfernung des soliden Tumors zurückbildet. Dieses führt dazu, dass vorhandene durch die Syrinx bedingte Beschwerden gemildert werden können. Bei der Radiochirurgie werden viele Strahlenquellen beim Gammaknife Kobaltquellen aussen am Kopf befestigt und diese geben ihre Strahlung gebündelt auf den Tumor ab.

Bei der Radiochirurgie können verschiedene Verfahren, wie das Gammaknife oder das Cyberknife zum Einsatz kommen. Dies wurde in Prozent aller Fälle beobachtet. Es ist nicht die Regel, dass der Tumor nach der Bestrahlung schrumpft. Eine Bestrahlung kommt nur dann in Frage, wenn der Tumor noch klein ist und keine Zyste aufweist. Muss in einem vorbestrahlten Areal erneut operiert werden, ist es für den Neurochirurgen viel problematischer als in einem unbestrahltem Areal.

Die Entscheidung, wann eine Operation angezeigt ist, ist hingegen schwieriger zu beantworten. Das Ziel einer Operation ist die komplette Entfernung des Tumors durch die mikrochirurgische Technik. Die moderne Neurochirurgie kann heute computergestützt mit moderner Bildgebung und Monitoringverfahren erfolgen. Eine sichere Entfernung ist auch bei schwieriger Lage z. Nakamura hat sich bereit erklärt, einen ganz aktuellen Artikel zu diesem Thema für den nächsten Rundbrief vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen und zusammen zu fassen.

Pietilä war von als Neurochirurgin an der Charite in Berlin tätig und ist seit Chefärztin der Neurochirurgischen Klinik im Klinikum Ingolstadt. Symptomatik Je nach Lage und abhängig davon, ob eine Zyste vorhanden ist, sind die Symptome unterschiedlich. Das Kleinhirn ist für Koordination zuständig, so dass dort auftretende Tumoren Gang- und Standunsicherheit sowie Schwindel auslösen können. Tumoren im Rückenmark führen zu Hautempfindungsstörungen wie Kribbeln, ein höheres bzw.

Die Bilder sollten dabei immer in drei Ebenen angefertigt werden. Vor der Operation ist dies ein Muss, damit sich der Chirurg ein ganz genaues Bild vom Tumor und seiner Lage machen kann. Therapie und Prognose Bei jedem Tumor gibt es drei Behandlungsmöglichkeiten. Ein Tumor kann mit einer Strahlentherapie, wie z.

Die Erwartung bei einer Strahlenbehandlung besteht eher darin, dass der Tumor nicht weiter wächst bzw. Die Diagnose eines HÄB ist einfach zu stellen, die Entscheidung aber, ob er operiert werden muss oder nicht, hingegen sehr schwer. Die Entscheidung sollte nach individuellen und strengen Kriterien erfolgen.

Eine Operation ist nur in seltenen Fällen dann angezeigt, wenn überhaupt keine Beschwerden und kein Tumorwachstum vorliegen. Letztendlich muss das Risiko einer Operation immer geringer sein, als wenn nicht operiert wird. Früher waren Operationen von HÄB im Bereich des zentralen Nervensystems viel risikoreicher, so dass es den Patienten nach der Operation deutlich schlechter ging oder sie sogar verstarben. Heute hat sich die Prognose durch die modernen bildgebenden Verfahren und die mikrochirurgischen Techniken deutlich gebessert.

Während der Operation werden die Hirnnervenfunktionen kontinuierlich überwacht, so dass die Bereiche für die Motorik geschont werden können. Heutzutage erfolgt die Operation in einigen Bereichen mit Neuronavigation. Es werden dabei dreidimensionale Bilder vom Kopf erstellt und die Instrumente sind so kalibriert, dass mit Hilfe einer Infrarotkamera dem Chirurgen genau gezeigt wird, wo sich die Instrumente befinden.

Die Neuronavigation ermöglicht es dem Neurochirurgen zudem, die Operation vorher virtuell durchzuführen. Dies führt dazu, dass die Schädeleröffnung viel kleiner erfolgen kann und der schonendste Weg zum Tumor gezielter erfolgen kann. Während der OP werden die motorischen und sensiblen Bahnen im Rückenmark überwacht, damit Schädigungen vermieden werden.

Dieses geschah früher nicht, was dazu führte, dass die Stabilität des Skeletts litt und es zu Fehlhaltungen kam. Durch die Hitze schrumpft der Tumor und die Neurochirurgen nutzen den gewonnen Platz um den Tumor besser zu entfernen. Es darf nie während der OP gegen das Rückenmark gearbeitet werden, da dies zu Schädigungen führt. Nach der Entfernung des Tumors wird der Rückenmarkskanal rekonstruiert. Es wird dabei ein resorbierbares sich auflösendes Material, sogenannte Zuckerplatten, verwandt.

Da bei VHL Betroffenen die Gefahr besteht, dass er eventuell an dergleichen Stelle erneut operiert werden muss, sind die resorbierbaren Materialien für sie das Mittel der Wahl. Früher wurde mit Metallplättchen gearbeitet, die dann ein Kernspin bzw. Der Erfolg der Operation hängt sehr von der Erfahrung des Neurochirurgen ab. Nach der Operation war der Gesundheitszustand bei 34 der Patienten unverändert, bei 6 Patienten verbesserte er sich sogar und nur bei 2 Patienten verschlechterte er sich.

Die Entscheidung, ob eine OP nötig ist, muss individuell nach strikten Kriterien erfolgen. Durch die modernen mikrochirurgischen Verfahren können viele Komplikationen vermieden werden. Wichtig ist die Erfahrung des Neurochirurgen. Die Neurochirurgische Klinik in Mainz ist u. Ziel seines Vortrages war es, den Betroffenen den Schrecken vor der Neurochirurgie vergessen zu lassen. Die moderne Neurochirurgie arbeitet minimal-invasiv.

Zielsetzung ist die Minimierung der operationsbedingten Verletzung von gesundem Gewebe bei gleichzeitig maximalem Therapieeffekt. An Hand von CT- bzw. HÄB sind gutartige Tumoren. Bösartig sind sie allein deshalb, weil sie Raum fordern.

Bei einem akuten Notfall ist das operative Ziel, genau das zu beseitigen, was krank macht. Ob andere Herde noch behandelt werden müssen, ist eine Diskussion, die zu einem späteren Zeitpunkt geführt werden muss.

Operationsplanung Im Normalfall erfolgt ca. Die Operationsplanung ist eigentlich der wichtigste Teil einer neurochirurgischen Operation. Dazu werden jeden Morgen, gemeinsam mit den Neuroradiologen die Bilddaten der Patienten genau analysiert. Die Markierungen am Metallring ermöglichen später eine genaue Navigation. Ein speziell entwickeltes Computerprogramm kann die Bilddaten dreidimensional darstellen und es kann der optimale Operationsweg anhand dieses Modells berechnet werden.

Damit ist eine individuelle, auf den einzelnen Patienten abgestimmte Operationsplanung möglich. Es kann nicht mehr sein, dass Probleme während der OP auftreten, die den Operateur überfordern. Diese Daten sind jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt aktuell, bis es zu einer ersten Verschiebung kommt. Eine Verschiebung kann z. Dann sind die vorher erhobenen Daten nicht mehr zu verwenden. Eine genaue Navigation zum Tumor ist nur möglich durch neue, aktuelle Bilder.

Früher wurde während der OP ein CT gemacht. Heute wird während der OP Intraoperativ mit Ultraschall gearbeitet. Die Qualität der modernen Ultraschallgeräte ist denen des CT ebenbürtig, die Untersuchung kann jedoch auf dem Operationstisch erfolgen ohne den Patienten bewegen zu müssen. Die neuen Daten können in Echtzeit, also ohne Zeitverlust, gewonnen werden und werden direkt auf den Schädel projiziert.

Dabei wird nicht nur der Zielpunkt aufgespielt, sondern auch zusätzliche Informationen, so dass die Navigation zum Tumor mit einer Präzision im Millimeterbereich erfolgt. Der Sensor ist am Kopf des Operateurs befestigt, und wird damit durch den Blick des Operateurs gesteuert. So hat der operierende Arzt optimale Sichtverhältnisse und obendrein beide Hände frei. Der Weg zum Tumor erfolgt über die Zyste. Zusammenfassung und Ausblick Durch den technischen Fortschritt hat die neurochirurgische Operation ihren Schrecken früherer Jahre verloren.

Durch eine kleine Öffnung im Schädel kann das Instrumentarium eingeführt und der Tumor entfernt werden. Die OP ist dadurch relativ a-traumatisch. Im Gegensatz noch zu vor einigen Jahren hat sich die Neuronavigation in der modernen Neurochirurgie fest etabliert. Sven Gläsker, Neurochirurgische Universitätsklinik Freiburg Für eine erfolgreiche Behandlung von Tumoren ist nicht nur die handwerklich korrekt ausgeführte Tumorentfernung entscheidend. Ebenso wichtig und ebenso schwierig ist es, eine korrekte Entscheidung zu treffen, ob und wann ein Tumor entfernt werden soll.

Letztendlich ist es unmöglich, mit hundertprozentiger Sicherheit zu sagen, was für einen bestimmten Patienten in einer bestimmten Situation am besten ist, da man diesen speziellen Patienten mit seinem speziellen Tumor und den speziellen Begleitumständen immer nur einmal sieht. Man kann nicht wissen wie es dem Patienten gegangen wäre, wenn man anders gehandelt hätte, beispielsweise früher oder später oder gar nicht operiert hätte.

Nun ist aber jeder Chirurg bemüht — im Interesse des Patientenwohls und im Interesse des eigenen Gewissens — das Beste für jeden seiner Patienten zu tun. Wie können wir das erreichen? Wir vergleichen den speziellen und einzigartigen Fall des Patienten, den wir vor uns sehen, mit ähnlichen Fällen, deren Ausgang wir kennen — aus eigener Erfahrung und aus der Erfahrung, die unsere Kollegen in chirurgischen Zeitschriften veröffentlichen. Wir stellen einige der lohnendsten Websites vor, mit denen Du Geld sparen [ Kaum zu glauben, wie wenig Lehrer verdienen Die Kinder, unser höchstes Gut.

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