Warum die „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ wichtiger denn je ist


Zinsveränderungen wirken sich auf den Anteilspreis und die Rendite des Fonds aus. Einer der besten Wege um dies zu erreichen, ist es, den Menschen dabei zu helfen, sich auf den endgültigen Boden in Gold vorzubereiten. Die Aktien befinden sich in einem Aufwärtstrend, das Vertrauen bleibt jedoch niedrig. Dividendendeckung Gewinn eines Unternehmens im Verhältnis zu seiner Dividende.

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Doch die im Frühjahr und Frühsommer zu beobachtenden eskalierenden Konflikte bleiben ein Risiko. Insgesamt erwarten wir auf kurze Sicht kein Erliegen des internationalen Handels und kein Abgleiten der Weltwirtschaft in die Rezession. Wir bleiben bei dieser Einschätzung, obwohl die US-Renditekurve, die eine grafische Darstellung des Unterschiedes zwischen den Zinssätzen kurzfristiger und langfristiger US-Staatsanleihen ist, flacher wurde, da die kurzfristigen Zinssätze rascher stiegen als die langfristigen Zinssätze.

Obschon es aus unserer Sicht für die Renditen völlig normal ist, gemeinsam mit Aktien zu steigen, wird diese Kennzahl aufgrund ihres offensichtlichen Vorhersagewertes genau beobachtet: Jeder Rezession der letzten 60 Jahre ging eine Umkehr der Renditekurve oder ein Rückgang unter null voraus. Trotz steigender US-Zinssätze erweisen sich Unternehmensanleihen als belastbar. Obwohl in diesem Jahr bei Aktien ein Anstieg der Volatilität zu beobachten ist, schneiden Anleihen recht gut ab.

Sollte dieser ausgedehnte Zyklus die ersten typischen Anzeichen für das Ende des Zyklus zeigen, wie z. Im Festzinsbereich konzentrieren wir uns etwas mehr auf das kürzere Ende der Renditekurve und nehmen gegenüber Unternehmensanleihen generell eine positive Haltung ein, da wir der Auffassung sind, dass das fundamentale Umfeld weiterhin eine gute Stütze darstellt. Da einige Hochzins-Unternehmensanleihen und Aktien unsere Schätzungen der vollen Bewertung erreicht zu haben schienen, eröffneten wir in einigen unserer ertragsorientierten Portfolios in Anbetracht des jüngsten Renditeanstiegs in diesen Kategorien Positionen in kurzlaufenden US-Staatsanleihen im Bereich von einem bis fünf Jahren.

Ferner wird uns dies in Phasen potenzieller Volatilität im zweiten Halbjahr Flexibilität verleihen. Wir sehen aus erster Hand, wie eine hohe Unternehmensrentabilität einzelne Unternehmensanleihen auf fundamentaler Ebene stützt, scheinbar um der aggressiveren Politik der US-Notenbank und den politischen und geopolitischen Herausforderungen zu trotzen.

Es gibt am Markt für Hochzins-Unternehmensanleihen quer durch die Sektoren vereinzelte notleidende Titel. Dies ist jedoch kein allgemeiner Trend. Laut unserer Analyse gibt es überdies im spekulativen Bereich weniger Ausfälle und zudem einen Aufwärtstrend bei der Bonitätsheraufstufung durch Kreditanalysten.

Und der kurzfristige Kreditausblick für Hochzins-Unternehmen ist generell positiv. Wie setzen wir in diesem Jahr bisher auf kürzere und mittlere Laufzeiten.

Generell konzentrieren sich die Unternehmen weiterhin stark auf ihre bevorstehenden Fälligkeiten, und daher können diese kürzeren Laufzeiten möglicherweise sogar in einer Phase der Volatilität bessere Ergebnisse erzielen. Allerdings suchen wir weiterhin nach Anzeichen eines Ausfallrisikos, bevor es am Markt für Unternehmensanleihen eingepreist wird.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen.

Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Die Informationen auf www. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen.

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Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch. Seeyond is the volatility management and structured product investment division of Natixis Asset Management. To meet the challenges of growing correlation and volatility, Seeyond implements a set of strategies that go beyond conventional active management: Die Zukunft ist jetzt!

Mehr Informationen finden Sie hier. Wir erwarten, dass sich das beharrliche globale Wirtschaftswachstum fortsetzt und durch ein überdurchschnittliches US-Wachstum unterstützt wird. Das Spektrum der potenziellen wirtschaftlichen Entwicklungen wird jedoch breiter. Durch die graduelle Anhebung der US-Zinsen werden die Finanzierungsbedingungen weltweit restriktiver. Dies trägt zu Volatilitätsschüben und zu einer massiven Abwertung von Schwellenländerwährungen bei.

Nach der unerwartet langen Talfahrt von Schwellenländerwerten nehmen wir deren Aussichten ebenfalls genauer unter die Lupe. Im Handelskonflikt ist kaum eine Entspannung zu erkennen. Die Zölle könnten die Versorgungsketten der Unternehmen stören und das Geschäftsklima trüben.

In unserem Basisszenario … gehen wir nach wie vor von einem stabilen Wachstum der Weltwirtschaft aus, das sich im Rest des Jahres weiter fortsetzt. Unser erstes Thema im Ausblick auf das 4. Quartal ist die breitere Spanne möglicher Entwicklungen. Wir rechnen nach wie vor mit einem soliden globalen Wachstum über dem Trend im Jahr , das in Wirklichkeit von den USA angeführt wird.

Und selbst in China sollte das Wachstum stabil und robust bleiben. Die makroökonomischen Unsicherheiten haben jedoch zugenommen. Diese makroökonomische Unsicherheit geht einerseits von der Befürchtung einer Überhitzung der US-Wirtschaft aus, die sich in einer späten Phase im Konjunkturzyklus befindet.

Dennoch ist unser Basisszenario nach wie vor ein stabiles Wachstum der Weltwirtschaft, das sich im Rest des Jahres weiter fortsetzt.

Durch die allmähliche Anhebung der US-Zinsen werden die Finanzierungsbedingungen weltweit restriktiver. Dies führte zu einem stärkeren US-Dollar, was die Probleme in den anfälligsten Schwellenländern weiter verstärkt. Mittlerweile können Anleger mit kurzfristigen US-Obligationen passable Renditen erzielen, ohne grössere Kredit- und Durationsrisiken eingehen zu müssen. Infolgedessen haben die Anleger ihre Renditeerwartungen für risikoreichere Anlagen korrigiert, insbesondere für Schwellenländeranlagen und -aktien.

Restriktivere Finanzierungsbedingungen wirken sich an den Finanzmärkten in drei wichtigen Bereichen aus: Die zunehmende makroökonomische Unsicherheit und die weniger expansive Geldpolitik sorgten zusammen für restriktivere Finanzierungsbedingungen. Dies ist das zweite unserer grossen Themen im vierteljährlichen Ausblick für Restriktivere Finanzierungsbedingungen manifestieren sich an den Finanzmärkten in drei wichtigen Aspekten: Der erste besteht in höheren Zinssätzen, der zweite in einer höheren Risikoprämie und der dritte ist ein stärkerer US-Dollar.

Vor allem in den Schwellenländern führten der stärkere US-Dollar und die restriktiveren Finanzierungsbedingungen zu fallenden Kursen von Obligationen und Aktien.

Die Auswirkungen der restriktiveren Finanzierungsbedingungen sind ein Thema für die Anleger, das sich hauptsächlich im Obligationenportfolio auswirkt. Hier rechnen wir mit der Wiederherstellung des Wertsteigerungspotenzials und Zinssätzen über dem Inflationsniveau. Dies ist ein Bereich, in dem wir mit die besten risikobereinigten Renditen für die Anleger erkennen.

Zweitens spielen festverzinsliche Anlagen eine wichtige Rolle als Gegengewicht zu unseren Aktienportfolios. Deshalb wird es nötig und auch attraktiver, die Qualität festverzinslicher Engagements im Portfolio anzuheben. Dies unterstützt die Rolle festverzinslicher Anlagen als Stabilisator gegenüber unseren positiveren Einschätzungen von Aktienrisiken und unseren Übergewichtungen in Aktien.

Die stärkere Volatilität am Markt aufgrund der zunehmenden makroökonomischen Unsicherheit und der restriktiveren Finanzierungsbedingungen spricht für einen grösseren Fokus auf die Robustheit des Portfolios. US-Aktien zählen zu unseren Top-Favoriten. Wir bevorzugen den Momentum-Faktor. Engagements in Qualität könnten jedoch eine wichtige Rolle als Puffer spielen.

Im festverzinslichen Bereich gefallen uns kurzfristige US-Obligationen. Bei Unternehmensobligationen setzen wir auf eine höhere Qualität. Ausserdem bevorzugen wir ausgewählte Schwellenländerobligationen in harten Währungen gegenüber der lokalen Variante. Die Bewertungen sind attraktiver, und diese Papiere sind besser gegen weitere Währungsabwertungen geschützt.

Wir haben beschlossen, unsere Risikobereitschaft zu drosseln … Hierzu konzentrieren wir uns auf verschiedene Marktsegmente, die einen Puffer gegenüber makroökonomischen und potenziellen marktbedingten Schocks bieten.

Wie kombiniert man nun diese beiden Themen — die breitere Spanne möglicher Entwicklungen und die restriktiveren Finanzierungsbedingungen? Im Hinblick auf den Portfolioaufbau führt uns dies zu unserem dritten Thema: Wenn wir unsere aktuelle Risikobereitschaft in den Portfolios aus der Perspektive von BlackRock betrachten, glauben wir zwar nach wie vor, dass Risikoanlagen den Portfolios zugute kommen dürften. Dennoch haben wir beschlossen, unsere Risikobereitschaft geringfügig zu drosseln.

Hierzu richten wir den Fokus auf verschiedene Marktsegmente, die wirkliche Puffer für unsere Portfolios gegenüber makroökonomischen und potenziellen Marktschocks bieten. Deshalb sind wir in US-Aktien nach wie vor übergewichtet, da uns die Chancen an diesem Markt gefallen. Wir halten aber auch nach wie vor Übergewichtungen in Schwellenländeraktien, insbesondere in asiatischen Schwellenländern.

Unserer Ansicht nach hat die Korrektur der Bewertungen einige Befürchtungen wegen der Handelskonflikte vorweggenommen. Deshalb halten wir derzeit eine Übergewichtung in Schwellenländeraktien. Ebenso sind wir aus der Faktorperspektive zwar nach wie vor in Momentum-Werten übergewichtet, einem risikoorientierten Faktor. Systemrisiken werden in eine zyklische Dimension und in eine Querschnittsdimension unterschieden.

Eine trennscharfe Differenzierung ist wegen der Überschneidungen und des häufig gemeinsamen Auftretens jedoch nicht möglich. Die zyklische Dimension bezieht die Entstehung von Risiken auf eine zeitliche Komponente. Die Idee der Prozyklik besagt, dass sich das Finanzsystem und die Realwirtschaft wechselseitig beeinflussen und aufschaukeln. In einer wirtschaftlichen Erholungs- oder Boom-Phase sind Finanzintermediäre und Wirtschaftssubjekte tendenziell geneigt, höhere Risiken einzugehen, beziehungsweise Risiken zu unterschätzen vgl.

Wird der Aufschwung als langfristige Produktivitätssteigerung wahrgenommen, so werden sich die Marktteilnehmer stärker verschulden, um zu investieren oder zu konsumieren, da sie künftig ein höheres Einkommen erwarten. Liegen dem Boom keine langfristigen Triebkräfte, sondern lediglich zyklische Schübe zu Grunde, so manifestieren sich höhere Systemrisiken bei unwesentlich veränderter wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Die EZB a, S. Die Marktteilnehmer berücksichtigen die Externalitäten ihres Verhaltens nicht in ihrem Kalkül.

Eine Insolvenz könnte beispielsweise über Zweitrundeneffekte die Stabilität des Systems untergraben. Moral Hazard kann daher eine Eigendynamik entfalten, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Bail-Out positiv mit der Anzahl betroffener Marktteilnehmer korreliert.

Bei Bestehen solcher finanzieller Ungleichgewichte leitet ein ausreichend starker Schock die Finanzkrise ein. Es kommt zu einer Entladung der angesammelten Risiken. Die Folgen können Insolvenzen, Vertrauensverluste und Liquiditätskrisen sein. Da geringere Werte der beleihbaren Sicherheiten eine geringere Kreditaufnahme erlauben, wird die Realwirtschaft von möglichen Kreditklemmen bedroht.

Der Finanzzyklus kann also Einfluss auf die Preise und Risikofreude der Marktteilnehmer und somit auch auf deren Bilanzen und Verschuldung haben. Abbildung 3 verbildlicht den beschriebenen Mechanismus. Fallen Wendepunkt im Finanzzyklus und im Konjunkturzyklus zusammen, so wird der Abschwung tendenziell stärker ausfallen vgl.

Jedoch fallen Finanzzyklus und Konjunkturzyklus nicht immer zusammen. Während ersterer etwa 16 bis 20 Jahre andauert, vollzieht sich letzterer in lediglich bis zu 8 Jahren Borio , S. Sie stellen bei Betrachtung eines effizienzbereinigten Lerner-Index eine steigende Marktmacht von Banken als risikoreduzierend fest.

Die Risikoreduzierung kann beispielsweise darauf zurückgeführt werden, dass Banken durch niedrigeren Konkurrenzdruck weniger gezwungen werden, chancenreiche und damit riskante Geschäfte einzugehen, um zu überleben.

Die Reduktion der Risiken ist auch dadurch begründbar, dass steigender Konkurrenzdruck die Unternehmen zu intensiveren Bemühungen bei Risikobewertung und Risikosteuerung veranlasst. In der Querschnittsdimension wird die Risikosituation im Finanzsystem zu einem bestimmten Zeitpunkt betrachtet. Es lassen sich zwei Unterdimensionen differenzieren. Zum einen können die engen Verflechtungen des Finanzsystems Risiken darstellen, da diese Verbundenheit das Übergreifen von Problemen einer Institution auf weitere Institutionen begünstigt Tucker et al.

Diese Abhängigkeiten können in gemeinsamen Zahlungsabwicklungssystemen oder in umfassenden Geschäftsverbindungen begründet sein. Die Marktteilnehmer sind dann gegenüber denselben Risiken verwundbar. Starke Verflechtungen bedingen also, dass eine Vielzahl von Marktteilnehmern gleichzeitig denselben oder ähnlichen Risiken ausgesetzt ist. Des Weiteren wird die Bonität von Staaten als systemrelevant angesehen.

Eine Verschlechterung der Bonität eines Staates kann die Wertigkeit der betroffenen Anleihen als Sicherheit für Kredite schmälern oder über Abschreibungsbedarfe direkt auf die Bankbilanzen wirken Deutsche Bundesbank d, S. Negative Rückkopplungen können so in eine Abwärtsspirale führen. Zur Quantifizierung von Systemrisiken wurden zahlreiche Ansätze entwickelt.

Eine Möglichkeit stellen Bilanz- oder Marktindikatoren dar. Sie sind rückwärtsgerichtet oder weisen zumindest eine zeitverzögerte Informationsverarbeitung auf.

Akzeptable Prognoseergebnisse bieten Indikatoren für Kredit- und Vermögensmärkte. Allerdings kann eine einzige Kennziffer nicht alle Phasen des Finanzzyklus ausreichend zuverlässig vorhersagen. Beispielsweise gilt das Verhältnis von Kredit zu Bruttoinlandsprodukt als valider Indikator für die Entstehung von Systemrisiken. Der Realisierungszeitpunkt dieser Risiken wird jedoch weniger verlässlich prognostiziert Borio , S. Zum Dritten werden Vektorautoregressive Modelle verwendet, um die Verbreitung von Schocks in einem Wirtschaftssystem zu bestimmen.

Ihr Nachteil wird in der unzureichenden Modellierung der Mechanismen auf den Finanzmärkten und der Verbindungen zur Realwirtschaft gesehen.

Sensitivitätsanalysen messen die Anfälligkeit der Banken für Änderungen einzelner makroökonomischer Faktoren wie Zinsen, Vermögenspreise oder Wechselkurse Eidgenössisches Finanzdepartement , S. Szenario-Analysen betrachten hingegen die Auswirkung mehrerer simultaner Negativereignisse und somit einer Vielzahl geänderter Faktoren. Die Schwierigkeit liegt darin, die Parameter richtig zu kalibrieren, um das Szenario realitätsnah zu gestalten. Auch die derzeit eingesetzten Modelle können die Nichtlinearitäten und Rückkopplungseffekte im Finanzsystem nicht zufriedenstellend abbilden Borio , S.

Die EZB b, S. Das allgemeine Ziel der Geldpolitik ist die Preisstabilität. Dieses Ziel kann — wie im Euroraum — näher bestimmt oder vage formuliert sein. In einigen Regimen treten weitere Zieldimensionen hinzu. Finanzstabilität hingegen ist bisher nur in wenigen Zentralbankstatuten als Ziel verankert. Die Zinssetzungshoheit ist das wichtigste geldpolitische Instrument einer Zentralbank. Sie kann damit zu einem gewissen Grad Einfluss auf Vermögenspreise, Kreditvolumina und Wechselkurse nehmen.

Die Einflusskraft der Zinsen ist dabei umstritten. Tendenziell führen sinkende Zinssätze zu höheren Investitionen der Marktteilnehmer, da die alternative Anlage von Geldern weniger Zinsen erbringt und die Kreditaufnahme sich verbilligt. Durch die Erhöhung der Nachfrage auf den Märkten der Vermögenswerte werden die Preise steigen, was die Reinvermögen der Privathaushalte sowie die Gewinne der Unternehmen mehrt. Beide Gruppen können mehr konsumieren oder investieren, da höhere beleihbare Vermögenswerte eine umfangreichere Kreditaufnahme erlauben.

Abbildung 5 stellt die wichtigsten Wirkungskanäle übersichtlich dar. Die Wirksamkeit der Transmissionskanäle wird damit begründet, dass die Wirtschaftssubjekte während eines Übergangsprozesses der Preisillusion unterliegen. Auch wenn langfristig das Geldniveau für eine Wirtschaft neutral sein sollte, so bestehen die während einer Geldmengenausweitung verursachten Umverteilungseffekte teilweise weiter. Diese Umverteilungseffekte sind dadurch erklärbar, dass von einer Geldmengenausweitung manche Branchen früher oder stärker profitieren als andere und dieser Effekt sich ceteris paribus auch langfristig nicht vollends revidiert Boysen-Hogrefe et al.

Die Einflussstärke von Geldpolitik zu bestimmen, ist trotz Kenntnis der Transmissionsmechanismen schwierig, da diese parallel wirken können und ihr Einfluss von den Eigenschaften des zu Grunde liegenden Finanzsystems abhängig ist IWF , S. Ebenso können Wechselwirkungen mit Fiskalpolitik oder prudenzieller Politik die Effektivität der Kanäle beeinflussen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Zinssatz bereits auf Null gesenkt wurde und somit trotz gegebener Notwendigkeit nicht weiter abgesenkt werden kann.

Vor dem Unterschreiten dieser Null-Prozent-Untergrenze wird gewarnt, da kaum empirische Erfahrung vorhanden ist. Die Auswirkungen bleiben abzuwarten. Dies können Schuldtitel von Staaten und einzelnen Unternehmen oder andere Wertpapiere sein. Im Gegensatz dazu wird beim Qualitative Easing nicht die Menge, sondern die Zusammensetzung der Anlagen geändert, beispielsweise werden konservative Anlagen gegen solche mit höherem Risiko getauscht.

Das Ziel ist neben der Wahrung der Funktionsfähigkeit des Kreditmarktes oft auch die direkte Unterstützung der Realwirtschaft. Diese Instrumente besitzen daher einen quasi-fiskalischen Charakter. Eine weitere Sichtweise sieht die zugrundeliegenden Anpassungsprozesse über Lohn- und Preisinflation als langsam und ineffizient an, weswegen die geldpolitischen Spill-Overs internalisiert werden müssten Eichengreen et al.

Mit einer solchen Internalisierung wird auch der Gefahr von kostspieligen Abwertungswettläufen vorgebeugt. Nach Papademos , S. Zum andern wahrt ein stabiles Finanzsystem durch die Milderung von Krisen oder die Abwehr von Schocks den Transmissionsmechanismus und damit die Effektivität der Geldpolitik a.

Jedoch sind auch Trade-Off-Situationen denkbar vgl. Exzessive Risikoinkaufnahme führt zum Aufbau von Systemrisiken. Dies ist besonders der Fall, wenn die Gruppe der vom Risikoanreiz beeinflussten Marktteilnehmer einen hohen relativen Anteil hat. Eine dauerhafte Niedrigzinspolitik wird besonders die zu einer bestimmten Rendite verpflichteten Marktteilnehmer zu risikoreicheren Geschäften verleiten Bean et al. Die Verpflichtung kann eine weiche Form, beispielsweise das geschäftspolitische Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent, annehmen oder in einer vertraglichen Vereinbarung bestehen.

Dies ist unter anderem bei den deutschen Lebensversicherern der Fall. Sie sichern ihren Kunden bei Vertragsabschluss über die gesamte Laufzeit eine gewisse Mindestverzinsung zu. Um diese Rendite erwirtschaften zu können, werden dann auch risikoreichere Anlagen erworben.

Nach Adrian et al. Folglich werden sie in vermeintlichen Boom-Phasen ihre Bilanz verlängern und sich so auch riskantere Anlagen in ihr Portfolio holen. Abbildung 6 zeigt, wie nach einem Anstieg der Vermögenspreise in einer Boom-Phase im ersten Schritt das Eigenkapital überproportional anwächst.

Im zweiten Schritt werden weitere Aktiva erworben, um das ursprüngliche Verschuldungsniveau zu erreichen. Die erworbenen Anlagen sind, zumindest teilweise, als Neukreditvergabe zu interpretieren. Daneben hat für sie die dauerhafte Niedrigzinspolitik im Vorfeld der Krise durch den Aufbau von Risiken in den Bankbilanzen zur Entstehung von Systemrisiken beigetragen.

Sie identifizieren das Aufweichen der Kreditstandards als wichtigen Effekt einer Phase anhaltend niedriger kurzfristiger Zinsen a. Negative Auswirkungen längerer Niedrigzinsphasen sehen auch Altunbas et al. Sie führten eine Regression über Banken in diversen Ländern durch, um den Zusammenhang von Krisenanfälligkeit und Zinssätzen zu prüfen. Banken in Regimen mit anhaltend niedrigen Zinsen im Vorfeld der Krise zeigten eine erhöhte Verwundbarkeit Altunbas et al. Daneben sehen sie eine Gefahr in der auf die Niedrigzinsperiode folgenden Zinserhöhung, da so schwache Unternehmen, die durch Niedrigzinspolitik gerade noch überlebensfähig waren, ihre Solvenz durch die höheren Zinskosten bedroht sehen.

Dem Risikokanal der niedrigen Zinsen kann folgender Mechanismus entgegen wirken: Dies ist der Fall, wenn Institutionen solche risikobehafteten Projekte eingehen, die sie ohne das Wissen, gerettet zu werden, nicht eingegangen wären, da ein Scheitern ihr Fortbestehen gefährden würde.

Solche Risiken wird eine Institution besonders dann eingehen, wenn eine Insolvenz aufgrund der Bedeutung für das Finanzsystem von der Regierung oder der Zentralbank vermutlich verhindert werden würde.

Es kommt dann zum Aufbau von Systemrisiken. Ein wichtiger Beitrag der Geldpolitik liegt auch in der Stabilisierung der Inflationserwartungen. Dies soll die Ausbreitung von Schocks gering halten und inflationsbedingte Ungleichgewichte reduzieren.

Geldpolitik hat also Einfluss auf beide Dimensionen von Systemrisiken und damit auf die Finanzstabilität. Als Lehre aus der Finanzkrise wurde bereits die Erkenntnis herausgestellt, dass die Finanzstabilität durch systemweite Risiken bedroht werden kann.

Um diese Systemrisiken anzugehen, wurde mit der makroprudenziellen Politik ein neuer Ansatz geschaffen. Es wird also der Blick auf übergeordnete, übergreifende Zusammenhänge oder Dinge gerichtet. Das Adjektiv prudenziell weist darauf hin, dass eine Handeln von Vernunft oder von einer vorsichtigen Klugheit geprägt ist. Im hier verwendeten Zusammenhang bedeutet prudenziell, dass von aufsichtsrechtlichen, regulatorischen oder überwachungsrelevanten Belangen gesprochen wird.

Der IWF sieht in makroprudenzieller Politik den Einsatz von prudenziellen Instrumenten zu dem Zweck, das Systemrisiko zu begrenzen und damit zur Finanzstabilität beizutragen. Daneben wird betont, dass das Finanzsystem als Ganzes betrachtet werden muss. Die mikroprudenzielle Überwachung berücksichtigt hingegen nur die Individualebene.

Nach der Bank of England , S. So wäre die Übertreibung des Aktienmarktes in der Dotcom-Blase eher auf übersteigerte Erwartungen, als auf zugrunde liegende Verwerfungen im Kreditmarkt zurückzuführen. Eine einheitliche Definition von makroprudenzieller Politik existiert nicht. Die Stärkung der Stabilität des Finanzsystems als Ganzem sowie die Dämpfung des Finanzzyklus sind jedoch oft herausgestellte Eckpunkte.





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