Boreout Syndrom: Unterforderung am Arbeitsplatz


Welcher Job passt zu mir? Der Feind steht im Osten. Die Katholische Kirche Schweiz hat noch sehr tiefe Wurzeln und eine hoffnungsvolle Zukunft mit soviel jungen Familien und Jugendlichen. Christoph Links, Berlin , S.

Inhaltsverzeichnis


Doch sie waren und blieben widerspenstig. Wie ist das zu verstehen? Zunächst aber müssen sie die Lektion lernen, wie es ist, wenn Gott Sich abwendet 4. In Kaleb und Josua aber war ein anderer Geist 4. Da sich kein Mensch etwas nehmen kann, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben wird Joh. Zur Abrundung wollen wir nicht versäumen zu hören, was in 1. Der Felsen aber war der Christus. Diese sind für uns warnende Vorbilder geworden, damit wir uns nicht nach dem Üblen gelüsten lassen, wie es jene gelüstete.

Werdet auch nicht Götzendiener, wie es ja einige von ihnen wurden, ebenso wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu spielen.

Auch lasst uns nicht huren, so wie einige von ihnen hurten; deshalb fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend. Auch lasst uns den Herrn nicht auf die Probe stellen, so wie Ihn einige von ihnen auf die Probe stellten und dann von den Schlangen umgebracht wurden. Murret auch nicht, gleichwie einige von ihnen murrten und dann vom Vertilger umgebracht wurden. Wer daher zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.

Keine Anfechtung hat euch ergriffen als nur menschliche. Lobpreis, Dank und Verherrlichung sei dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus für die Treue, die wir erfahren dürfen als von allen Sünden Gerechtfertigte, mit Gott Ausgesöhnte und mit dem heiligen Geist Versiegelte, mithin in einer Gnade, die überströmend ist.

Daraus folgt nun die Ermahnung: Dieser Dienst aneinander - ein Dienst der Liebe - wird auch in Hebräer Das Wort der Kunde scheidet die Menschen in der Weise, dass die einen es glaubend aufnehmen und die anderen nicht, wie wir es in den Versen 2b und 3a lesen: Ihr wollt doch nicht auch weggehen? Simon Petrus antwortete Ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Trotz des verbreiteten Unglaubens sind wir getröstet, denn wir wissen, dass Gott zunächst nur den Auserwählten den Glauben gewährt Röm.

Und diese erlangen das äonische Leben, das Leben in den beiden künftigen Äonen, mit den Worten unseres Kapitels vier gesagt: Weit zurückgreifend erläutert der Verfasser das eingangs Gesagte: Wenn sie in Mein Feiern eingehen werden -, obwohl so viele Werke seit dem Niederwurf der Welt geschehen sind. Denn irgendwo hat Er von dem siebenten Tag so geredet: Und Gott feierte am siebenten Tag von all Seinen Werken.

Und an dieser Stelle wieder: Der Zornesschwur Gottes in 5. Sie werden nicht in Mein Feiern oder: Und die Werke vor jenem siebenten Tag und nach dem Niederwurf der Welt sind auch bekannt, denn sie sind in 1. Vom Niederwurf oder Herabwurf der Welt, von dieser Zerstörung, wird in 1. Elohim aber stellte die Erde in sechs Tagen wieder her.

Obwohl nun also so viele und herrliche Werke seit dem Niederwurf der Welt geschehen sind, glaubten die Hebräer Jewe, ihrem Elohim, nicht. Wir folgen dem Gedankengang der Verse 6 bis 8: Heute, wenn ihr Seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.

Die weitere Geschichte Israels hat aber gezeigt, dass dies nicht das eigentliche Feiern sein konnte, denn sie wurden immer wieder bedrängt und sogar in die assyrische und babylonische Gefangenschaft weggeführt; und jetzt gerade standen sie unter römischer Fremdherrschaft. Tatsächlich hat Gott zu einer späteren Zeit durch König David erneut vom Eingehen in das Feiern gesprochen, und zwar durch Psalm 95, und dieser Aufruf gilt auch heute noch, zumal er im Hebräerbrief wiederholt und bekräftigt wird: So lesen wir die Verse 9 und 10 mit Freude: Israel aber, das einem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagt, läuft nicht, jene überholend, ins Gesetz der Gerechtigkeit ein.

Denn ich bezeuge ihnen, dass sie Eifer für Gott haben, jedoch nicht in rechter Erkenntnis. Denn, da sie die Gerechtigkeit Gottes nicht kennen und die eigene Gerechtigkeit aufzustellen suchen, wurden sie der Gerechtigkeit Gottes nicht untergeordnet.

Denn die Vollendung des Gesetzes ist Christus, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. Noch liegt eine Hülle auf den Herzen der Juden 2.

Im voraus aber freuen wir uns für Israel, dass sie bei der Wiederkunft des Herrn Jesus zur Sabbatruhe gelangen werden. Dies geht aus den Versen 11 bis 13 hervor: Denn das Wort Gottes ist lebendig, wirksam und schneidender als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Teilung von Seele und Geist sowie von Gelenken als auch Mark; es ist Richter der Überlegungen und Gedanken des Herzens.

Und es gibt keine Schöpfung, die vor Seinen Augen nicht offenbar ist. Widerspenstigkeit würde sie nicht zum Ziel bringen. Ob sie nun aber glauben oder nicht - das Wort Gottes wird auf keinen Fall leer zurückkommen Jes. Und es wird sich sogar auch an den Nichtglaubenden erfüllen; ihnen wird geschehen, was geschrieben steht. Richter ist das Wort. Vergessen wir nicht, was unser Herr einst sagte: Das Wort ist lebendig; es wird viele zum Leben zeugen. Es ist Geist und Leben Joh.

Es ist wirksam, wird den Glaubenden mithin Kraft zum Festhalten und zu treuem Gehorsam geben. Und es ist schneidend, also aktiv durchdringend; es trennt Seele und Geist voneinander. Alles Menschlich-Seelische wird tiefgehend und absolut vom Geistlichen geschieden. Ebenso kannte auch unser Herr Jesus auf der Erde alle und brauchte von keinem ein Zeugnis über einen Menschen, denn Ihm war selbst bekannt, was im Menschen ist Joh. So wahr Ich lebe, spricht der Herr: Nach alledem kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Entscheidung Gottes, welche Juden in Seine Sabbatruhe eintreten werden, eine eindeutige, wohlbegründete und unanfechtbare Sache sein wird.

In Vers 14 steht geschrieben: Damals, als man noch abfallen konnte, war das Glaubensgut festzuhalten, indem man im Denken und Handeln damit übereinstimmte und es auch zum Ausdruck brachte und öffentlich bekannte. Durch die Himmel ist Jesus, der Sohn Gottes, gedrungen. Es sei die kurze Bemerkung eingefügt, dass sich mit diesem Vers 14 ankündigt, dass die Hohepriesterschaft Jesu in den folgenden Kapiteln 5: Denn worin Er gelitten hat und angefochten wurde, darin kann Er den Angefochtenen helfen.

Er wurde versucht und auf die Probe gestellt als den Menschen Gleichgestalteter. Er hat die schwerste Belastungsprobe bestanden und wurde gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Kreuzestod. Mithin dürfte es leicht sein, dem Aufruf von Vers 16 Folge zu leisten: Bisher trat man in der Weihestätte zu unterscheiden vom Tempel, der das Heilige und das Allerheiligste umfasste und nur von den Priestern betreten werden durfte in die Gegenwart Gottes.

Die Weihestätte war ein symbolischer Raum. Nun aber kann jeder, der glaubt, überall und jederzeit im Geist zum wirklichen, himmlischen Thron Gottes herzutreten. Welch ein Unterschied im Rückblick auf die Bestimmung des Gesetzes, wonach nur der Hohepriester und auch dieser nur einmal im Jahr in das Allerheiligste hineingehen durfte! Uns dagegen sind die Worte von Epheser 2: Der Aufruf zum Herzukommen wird in Hebräer Folglich werden sie in das Feiern Gottes eingehen.

Man könnte auch übersetzen: Keinesfalls würde Ich dich preisgeben und noch je dich verlassen. Daher sind wir ermutigt zu sagen: Der Herr ist mein Helfer, und ich werde mich nicht fürchten, was mir ein Mensch auch antun wird. Der Sohn ist der vollkommene Hohepriester.

Mit Kapitel vier waren die Hebräer aufgerufen worden, Gott zu glauben, damit sie in Sein Feiern eingehen mögen. Angesichts dieses als mit ihrer Schwachheit mitfühlend beschriebenen Hohenpriesters dürfen sie mit Freimut zum Thron der Gnade treten.

Eine der Voraussetzungen für den Dienst als Hoherpriester ist, dass er mitfühlen kann. Ein von Menschen genommener Hoherpriester kann dies, weil er ebenso wie die anderen Menschen mit Schwachheit umgeben ist: Er ist in vielen Punkten unwissend, irrt und verfehlt wiederholt versehentlich das treffliche Tun.

Wie es in 3. Sprich zu den Söhnen Israels: Wenn eine Seele aus Irrtum sündigt gegen irgendeines der Gebote Jewes, die nicht übertreten werden dürfen, aber irgendeines von ihnen übertritt - wenn der gesalbte Priester sündigt und er Schuld auf das Volk bringt, dann soll er für seine Sünde, mit der er gesündigt hat, einen makellosen Jungstier aus der jungen Rinderherde für Jewe als Sündopfer darbringen.

Dabei muss man wissen, dass es nur für aus Versehen begangene Sünden, nicht aber für vorsätzliche Vergebung gab. Dies ist in 4. Aber die Seele, die mit erhobener Hand handelt, Jetzt verstehen wir übrigens auch, wieso Paulus auf der ersten Missionsreise im pisidischen Antiochien sagte: Nach dem Gesetz des Mose konnte man nämlich von mit hoher Hand, also mit Absicht begangenen Sünden nicht befreit werden.

Wir aber sind und bleiben von absolut allen Sünden gerechtfertigt - zum Lobpreis der Herrlichkeit der Gnade. So viel zu der einen Voraussetzung für einen Hohenpriester. Die zweite Voraussetzung ist, dass er - wie in Vers 1 gesagt - eingesetzt wird. Dies wird in Vers 4 vertieft: Es kann sich ohnehin kein Mensch etwas nehmen, was ihm nicht vom Himmel gegeben wird Joh.

Auch Christus wurde zum Hohenpriester berufen, wie in den Versen 5 und 6 dargelegt: Wie Er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester für den Äon nach der Ordnung Melchisedeks. Das zweite Zitat stammt aus Psalm Christus ist Hoherpriester nach einer höheren Ordnung als der Aarons, nämlich nach der Melchisedeks. Von jenem wird in 1.

Er war ebenfalls König und Priester zugleich. Er stand höher als Abraham. Dies alles wird in Kapitel sieben des Hebräerbriefs ausführlich dargestellt.

Was Jesus Gott darbrachte, lesen wir in Vers 7: Wann flehte und schrie unser Herr? Wir denken zunächst an das Geschehen im Garten Gethsemane: Vater, wenn es Dein Beschluss ist, trage diesen Becher von Mir weg! Indessen, nicht Mein Wille, sondern der Deine geschehe! Im Zusammenhang mit Seiner hohenpriesterlichen Selbstdarbringung als Nahegabe und Sündopfer denken wir vor allem aber an das Kreuz: Eloi, Eloi, lema sabachthani!

Die Erhörung - das ist die Rettung aus dem Tode durch die Auferweckung - zeigt, dass Gott die Gabe und das Opfer Seines Sohnes mit Wohlgefallen angenommen und als wirksam beglaubigt hat. Aber dies ist hier nicht das Thema. In der Krise zeigte sich Sein Gehorsam auf das Eindrücklichste. Aaron hat stets nur für ein Jahr eine Beschirmung und damit eine Rettung vor dem Zorn Gottes und auch nur für das Volk Israel erwirken können.

Die Rettung allein durch Glauben und damit allein in der Gnade war für Israel nicht möglich. Sollten sich die Hebräer durch diesen Brief an sie aber für die überhimmlische Berufung gewinnen und in die herausgerufene Gemeinde, die Christi Körper ist Eph.

Brautgemeinde, das künftige, wiedergewordene, gläubige Israel , eingliedern lassen, so werden auch sie an dem Gnadenreichtum des Evangeliums des Apostels Paulus teilhaben. Mit Vers 11 beginnt eine weitere Ermahnung an die Hebräer.

Gleichwohl - er wird es tun, um sie eben doch voranzubringen. Wie erinnert uns dies an 1. Milch gab ich euch zu trinken, nicht feste Speise; denn die konntet ihr noch nicht aufnehmen. Das ist euch nun immer noch nicht möglich, weil ihr noch fleischlich gesinnt seid.

In den Versen 13 und 14 werden die Unterschiede deutlich: Für Gereifte dagegen ist die feste Nahrung, die infolge ihrer Gewöhnung ein geübtes Empfindungsvermögen haben, um Treffliches wie auch Übles zu unterscheiden.

Als vom gerechten Handeln Gottes nicht völlig Überzeugter kann es sein, dass er bei einer Versuchung der Ungerechtigkeit nachgibt. Ein Gereifter hingegen hat die durch das Wort der Gerechtigkeit erworbene Fähigkeit, Treffliches von Üblem zu unterscheiden. Das von innen Kommende spricht Paulus in Römer Dies ist aber zu verstehen, denn nicht die Milch, sondern die feste Speise wird sie kräftigen.

Die Umsinnung von toten Werken. Nach der Überantwortung des Johannes kam Jesus nach Galiläa. Dort heroldete Er das Evangelium des Königreichs Gottes und sagte: Ohne Umsinnung keine Vergebung!

Ebenso sagte auch Paulus auf seiner zweiten Missionsreise 49 bis 51 n. Die eigenen und eigensinnigen Anschauungen sind zurückzulassen, damit allein das Wort der Wahrheit das Sinnen und Trachten umgestalte und unsere Gesinnung ändere Röm. Wir sollen den Sinn des Christus haben 1.

Seine Gesinnung sei in uns Phil. Von toten Werken ist umzusinnen. Tote Werke sind fruchtlose Werke. Frucht, würdig der Umsinnung! Auf böse Werke näher einzugehen, ist nicht nötig. Es geht aber um so manche Dinge, die zu tun uns freisteht, die aber im Werk des Herrn nichts erbringen, die der Sache Christi nichts nützen.

Prüfet daher, was wesentlich ist Phil. Verplempert nicht eure Zeit! Der Glaube an Gott. Glaubt auch an Mich! Der Glaube ist die Grundlage sowohl für Israel als auch für uns. Die Lehre von den Taufen.

Zu den Anfangsgründen gehört drittens die Lehre von den Taufen. Wenn es uns auch befremdlich ist, so ist hier dennoch von den Taufen im Plural die Rede. Wir haben mithin die Waschungen nach 3. Mose 15 einzubeziehen, die im Falle von unreinen Ausflüssen bei Männern und Frauen an ihnen selbst, an der Kleidung, ihrem Lager und anderen befleckten Gegenständen vorzunehmen waren.

Vor allem aber ist an die bereits erwähnte Taufe der Umsinnung zur Erlassung der Sünden zu denken, mit der Johannes taufte Luk. Das Untertauchen ist das Zeichen und die Bekräftigung der Umsinnung. Sodann nennt der Autor das Händeauflegen. Petrus und Johannes setzten den durch Philippus gläubig gewordenen und getauften Samaritanern später die Hände auf, damit sie den heiligen Geist empfingen Ap. Sollten wir heute jemanden für eine Aufgabe bevollmächtigen wollen, ist 1.

Des Weiteren wird die Auferstehung Toter genannt. Sie ist so elementar, dass jemand, der dies nicht glaubt, wohl überhaupt ungläubig sein dürfte, es sei denn, er glaube an die Auferstehung Jesu, sei sich aber über die verschiedenen anderen Auferstehungen im Unklaren. Wenn es keine Auferstehung der Toten gäbe, wäre auch Christus nicht auferweckt worden, und dann wäre unsere Heroldsbotschaft inhaltslos und inhaltslos auch unser Glaube 1. Die Reihenfolge der mit der Lebendigmachung und dem Empfang der Unvergänglichkeit verbundenen Auferstehungen ist: Was ein Jude insbesondere wissen musste, war, dass Jesaia gesagt hatte: Ihre Leichen werden aufstehen!

Der letzte Tag ist der 1. Zuletzt führt der Verfasser das äonische Urteil an. Es ist das Urteil Gottes darüber, ob ein Mensch in den beiden künftigen Äonen leben wird oder nicht. Es ist dem Menschen aufbewahrt, einmal zu sterben, nach diesem aber das Gericht Heb. Wer aber an Jesus glaubt, hat äonisches Leben und kommt nicht ins Gericht, denn er ist aus dem Tod in das Leben hinübergegangen Joh.

Solche Juden sind am Herzen beschnitten Röm. Wir bestätigen glaubend, dass nur das geschieht, was Gott will; selbst ein Spätzlein wird nicht auf die Erde fallen, ohne dass Er es will Mat. Folglich sei Ihm, dem uns liebenden, allein weisen und alles bewirkenden Gott und Vater, Ehre und Verherrlichung für die Äonen der Äonen! Mögen wir zur Reife gebracht werden - an dieses Anliegen des vorangehenden Abschnitts von Kapitel 5: Sie alle aber bedürfen der Ermahnung dies ist der Charakter des Schriftabschnitts von Hebräer 5: Mögen wir darum zur Reife gebracht werden oder, wie man auch übersetzen könnte: Damit verloren sie ihre Rettung und ihren Platz im Königreich Israels.

Für diese, die bereits einmal durch Umsinnung des Segens teilhaftig wurden, war eine zweite Umsinnung nicht mehr möglich, weil die Umsinnung, und zwar die nachhaltige Umsinnung, ein Grundbestandteil des Evangeliums der Beschneidung ist. Umsinnung, die sich in Heiligung und Bewährung zeigte, war unabdingbar Mark.

Wir dagegen, die wir zur Körpergemeinde Christi gehören, in der Paulus gegebenen heilsgeschichtlichen Verwaltung der überströmenden Gnade Gottes leben Eph. Die gläubig gewesenen oder, wie man auch sagen kann, treu gewesenen Juden werden in unseren Versen wie folgt beschrieben: Sie waren einmal erleuchtet; das Wort Gottes hatte ihnen also Wahrheit und Licht vermittelt. Sie hatten das überhimmlische Geschenk geschmeckt, womit wohl die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus gemeint sein dürfte.

Sie waren Mitteilhaber des heiligen Geistes geworden. Sie hatten das köstliche Wort Gottes geschmeckt, das lebendige und wirksame, kräftigende und zusprechende. Doch nun waren sie abgefallen. Für diese vorsätzliche Sünde gab es für Israel keine Vergebung 4. Vom Glauben abzustehen war wie eine Anprangerung Jesu, als hätte man sich in Ihm geirrt und als wolle man zum Ausdruck bringen, dass Er doch nicht der Messias sei und mithin zu Recht an das Fluchholz geschlagen worden wäre.

Diese Aussage wird in den Versen 7 und 8 durch einen Vergleich erhärtet: Bringt es aber Dornen und Sterndisteln hervor, ist es unbewährt und dem Fluch nahe, um zum Abschluss in Brand geraten.

Gott hatte alles für Seinen Weinberg getan, was man nur tun konnte, aber der brachte nur faulige Frucht. Der Autor des Hebräerbriefs vergleicht den überhimmlischen Segen mit dem Regen, woraufhin man Frucht erwarten darf. Mit Dornen und Disteln aber kann man nichts anfangen. Felder mit solchem Bewuchs werden abgebrannt. Die mit Dornen und Disteln verglichenen Menschen kommen für die Äonen um, das Feld aber ist gereinigt und wird solchen gegeben, die gute Frucht darstellen.

Achten wir nun auf Vers 9: In Bezug auf diese Gläubigen aber, die der Verfasser nun zur Reife bringt, ist er überzeugt, dass sie gerettet werden. Nicht durch Glauben allein; dies trifft erst auf die Juden zu, die sich aufgrund des Paulus enthüllten Evangeliums der Unbeschnittenheit Gal.

Möge doch uns allen die Auferbauung der Heiligen am Herzen liegen! Verherrlichung aber sei unserem Gott und Vater, der uns die Gelegenheiten auftut, für das Gute an den Gliedern der Familie des Glaubens wie auch an allen zu wirken Gal. Dem Verfasser geht es nun darum, dass die Briefempfänger in der Erwartung ihrer Rettung vollgewiss sind.

Deshalb schreibt er weiter: Auf diese Weise werden sie Nachahmer anderer sein. Bei dem Beispiel und Vorbild Abraham verhielt es sich so: Nachdem Abraham bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern, hatte Jewe gesagt: Nach einem solchen Ausspruch Gottes braucht man nur noch geduldig auszuharren.

Insofern sind die Tage vor der gebotenen Darbringung Isaaks als die Zeit des geduldigen Ausharrens Abrahams anzusehen. In Vers 16 wird die Ernsthaftigkeit eines Schwurs hervorgehoben: Man schwor bei dem Höchsten. Gott wurde zum Zeugen angerufen, der auch über die Erfüllung wachte.

Angesichts zu erwartender göttlicher Vergeltung im Falle eines Wortbruchs wohnte dem Eid absolute Verbindlichkeit inne. Der Verfasser ist in Bezug auf die Empfänger seines Briefs hinsichtlich der Rettung eines Besseren überzeugt, wie wir aus. Vers 9 wissen, dass sie nämlich nicht abfallen werden, weil Gott Sich ihnen verbürgt hat. Wie in den Versen 17 und 18 geschrieben steht: Die Unwandelbarkeit des Ratschlusses des Allmächtigen garantiert ihnen ihr Losteil, und zwar den überhimmlischen Segens- und Aufgabenbereich Heb.

Sollte irgend jemand Gottes Ratschluss vereiteln können? Ein Zuspruch der Heiligen Schrift ist also ganz persönlich zu nehmen. Bisher war das irdische Königreich Israels ihre Erwartung - dieses war jedoch inzwischen wegen des allgemeinen Unglaubens des Volkes Israel in weite Ferne gerückt -, nun aber gilt es, mit allem Ernst in der überhimmlischen Erwartung Zuflucht zu nehmen.

Dies ist das Erwartungsgut, das der Apostel Paulus heroldete, das äonische Leben - nicht auf der Erde, sondern in den Himmeln -, das Niedergesetztsein inmitten der überhimmlischen Regionen und Geschöpfe Eph. Dieses Erwartungsgut ist gewiss und bestätigt, gewiss, weil gesichert, und bestätigt, weil mehrfach gesagt und bekräftigt. Dieses Erwartungsgut ist der Anker der Seele. Welch ein schönes Bild für den festen Halt!

Die Seele ist das Bewusstsein. Das Erwartungsgut gibt unserem innersten Bewusstsein Halt und schützt uns vor dem Abdriften um einen seemännischen Begriff zu verwenden.

Wer fest auf die Erwartung blickt, wird auf sie zustreben, zielwärts eilen und nicht vom Wesentlichen abschweifen, erst recht nicht der Nachlässigkeit im Dienst des Herrn oder gar der Sünde Raum geben. Diese Tatsache aber vermittelt Rettungsgewissheit in höchster Potenz!

Einst durfte nur der Hohepriester und nur am Tag der Beschirmungen in das Allerheiligste eintreten 3. Es wird in Hebräer 9: Oben, über ihr [der Bundeslade], aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühnedeckel überschatteten. Jesus war nicht nach der Ordnung des levitischen Priestertums - dieses konnte nichts vollenden Heb. Der Sohn Gottes wird mit Melchisedek verglichen, weil jener ebenfalls sowohl König wie auch Priester war und im Bericht von 1.

Nach jenem vierten Äon, in der neuen Schöpfung, auf der neuen Erde Off. Der Verfasser des Hebräerbriefs hatte in Kapitel fünf, Verse 6 und 10, sowie in Kapitel sechs, Vers 20, die herrliche prophetische Aussage von Psalm Was dies aber bedeutet, und zwar für das levitische Priestertum, den alten Bund und die bisherigen Darbringungen und Opfer, erläutert er nun im Schriftabschnitt von Kapitel sieben, Vers 1, bis Kapitel zehn, Vers Der Autor beginnt Hebräer sieben mit der Begründung, warum Jesus Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks für den zukünftigen Äon geworden ist, und schreibt: Lesen wir hierzu den Bericht in 1.

Es war, als Abraham von dem Gefecht zurückkehrte. Er segnete ihn und sagte: Gesegnet sei Abram von El, dem Allerhöchsten hebr. Da gab Abram ihm ein Zehntel von allem zurückgebrachten Gut.

Jesus ist der König der Gerechtigkeit, wie in Jeremia Es fällt auf, dass im Bericht über Melchisedek im Gegensatz zu einem levitischen Priester, der ohne Nachweis seiner Abstammung von Aaron gar nicht Priester werden konnte 2.

Dementsprechend bedarf auch Jesus keines levitischen Geschlechtsregisters. Es ist auch nichts über den Tod und den Nachfolger Melchisedeks gesagt. Dementsprechend ist Jesus Hoherpriester auf Dauer, konkret: Im darauf folgenden Äon, dem der neuen Erde Off.

Abraham hatte dem Höheren nicht nach dem Gesetz gegeben, das es damals noch gar nicht gab. Die Juden, die sich nach Hebräer 6: Melchisedek hatte Abraham gesegnet.

Damit sind aber auch die Leviten von einem Höheren gesegnet. Lesen wir dazu Vers 7: Und sozusagen ist durch Abraham auch von Levi, der den Zehnten nimmt, der Zehnte genommen worden; denn er war noch in der Lende des Vaters, als Melchisedek ihm entgegenkam.

Keine Vollendung durch das levitische Priestertum. Denn wenn das Priestertum umgestellt wird, wird auch eine Umstellung des Gesetzes notwendig; denn der, auf den sich dies bezieht [Jesus], gehörte zu einem anderen Stamm, von dem niemand Altardienst zu tun hatte. Die Leviten hatten dem Volk das Gesetz zu lehren 5. Dieses konnte aber niemanden vollkommen machen, denn durch das Gesetz kommt ja nur Erkenntnis der Sünde Röm. Nun aber ist die Gerechtigkeit gekommen, und zwar durch Christus, den völlig anderen Priester.

Daraus folgt auch die Umstellung des Gesetzes. Durch was für ein Gesetz wird man denn nun gerechtfertigt? Durch das der Werke? Sondern durch das Gesetz des Glaubens Röm. Das auf Jesus umgestellte Gesetz wird im kommenden Königreichsäon von dem wiedergezeugten und gläubigen Israel gehalten werden Hes.

Nach der Kraft unauflöslichen Lebens. Der Autor fügt hinzu: Denn Ihm wird bezeugt: Fleischern war das Gebot, erkennbar nach Hebräer 9: Kraftvoll ist aber der Priester nach der Ordnung Melchisedeks, dessen, der lebt, denn Jesus Christus hat unauflösliches Leben. Nur Sein lebendig machender Geist führt in die Vollendung ein. Das Gesetz konnte nichts vollenden. Die Konsequenz aus all diesem finden wir in den Versen 18 und Es ist aber die Einführung einer besseren Erwartung, durch die wir Gott nahe kommen.

Radikaler kann das Urteil gar nicht sein. Auch die Begründung lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Wer aber nicht mehr dem Gesetz zu eigen ist, sondern dem Christus, wird nicht mehr länger in der Altheit des Buchstabens zu leben suchen, sondern in Neuheit des Geistes sklaven Röm. Allein durch die bessere Erwartung, die inzwischen eingeführt ist, können die Juden Gott nahe kommen.

Auch aufgrund des Eidschwurs überlegen. Im Zusammenhang mit der Einführung der besseren Erwartung lesen wir in den Versen 20 bis Der Herr hat geschworen, und Er wird es nicht bereuen: Jesus ist damit auch eines besseren Bundes Bürge oder Garant geworden.

Auf diesen Bund kommt der Verfasser des Hebräerbriefs insbesondere in den Kapiteln 8: Das Priestertum Christi ist dem levitischen des Weiteren überlegen, weil es für den kommenden Äon bleibend ist. Dies wird in den Versen 23 bis 25 dargestellt: Dies ist die Ursache dafür, dass Seine Rettung eine völlige, eine zum vollen Ende gebrachte ist.

Eines weiteren Rettungsaktes bedarf es nicht mehr. Das gilt allen, die durch Ihn, den einen und einzigen Mittler zwischen Gott und Menschen, der Sich Selbst für alle anstatt eines Lösegeldes dahingegeben hat 1. Mögen die Juden nun aber auch kommen und mit Freimut zum Thron der Gnade treten, damit sie Erbarmen erhalten und Gnade finden mögen zu rechtzeitiger Hilfe, wie es in Hebräer 4: Und nochmals werden sie mit Kapitel Mithin kann der Verfasser schreiben Verse 26 bis Denn das Gesetz setzt Menschen zu Hohenpriestern ein, die mit Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs dagegen, der erst nach dem Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der für den Äon vollkommen gemacht ist.

Er ist durch die Himmel gedrungen Heb. Er wohnt inmitten der überhimmlischen Regionen in einem unzugänglichen Licht, wo Ihn niemand gewahren kann 1. Für diese Regionen übrigens werden wir tauglich gemacht, nämlich für unser Losanteil im Licht Kol. Jesus aber brachte Sich selbst ein für allemal dar und wurde durch dieses Sein Leiden vollkommen gemacht oder: Der Autor fasst zusammen: Wir haben einen überaus herrlichen Hohenpriester.

Diese in den vorhergehenden Kapiteln begründete Aussage leitet über zu der Bekundung, dass dieser Hohepriester somit auch ein vorzüglicheres Priesteramt erlangt hat sowie des Weiteren der Mittler eines besseren Bundes geworden ist Heb. Zur rechten Hand zu sitzen, bedeutet, den ehrenvollsten Platz einzunehmen.

Jesu Sitzen drückt Ruhe nach vollbrachtem Werk aus. Im Tempel dagegen gab es keine Sitze. Jesus Christus ist so hoch erhöht, dass Er Sein vortreffliches, in eine höhere Vollendung bringendes Priesteramt in den Himmeln ausübt.

Er ist der Amtsträger der heiligen Stätten in den Himmeln. Dort befindet sich das wahre, originale Stiftszelt. Der Verfasser führt die Briefempfänger, die er in Hebräer 3: Sie werden in den beiden kommenden Äonen inmitten der überhimmlischen Geschöpfe niedergesetzt sein Eph.

Das überhimmlische Jerusalem ist ihre künftige Heimat Heb. So darf ihnen zugerufen werden: Dies wird in den Versen 3 bis 5 dargelegt: Denn siehe zu, erklärte Er [Jewe] ihm, alles wirst du nach dem Vorbild machen, das dir auf dem Berg gezeigt wurde 2. Dies erinnert uns an Seine Ankündigung: Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben für den Äon.

Die auf der Erde verrichten Gottesdienst allerdings nur am Beispiel und Schatten des Überhimmlischen. Das Stiftszelt war des Weiteren in all seiner Pracht ein Schatten, ein blasses, nur die Umrisse zeigendes Abbild des wahrhaften Zeltes. Gleicherweise war das Gesetz nach Hebräer Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist der überaus herrliche Hohepriester. Es gilt, mit Ihm verbunden zu sein, mit Ihm allein, und nicht länger mit Gesetzeswerken.

Auch Sein Amt ist vorzüglicher Heb. Dieser kann nur in Christi Blut bestehen. Dass Jesus der Bürge dieses als besser bezeichneten Bundes ist, hängt damit zusammen, dass Er durch den Eidschwur Gottes: Der Verfasser hat in Hebräer 8: Jesu Priesteramt ist aber auch aus einem weiteren Grund überragend, wie wir aus Vers 6 erfahren: Niemals stehen wir Menschen in einem unmittelbaren Verhältnis zu Gott. Durch Ihn wurde das All erschaffen Joh. Es gibt nur diesen einen, einzigen Mittler.

Vers 7 stellt nüchtern fest: Aber das dem Gesetz Unmögliche, worin es durch das Fleisch schwach war, vollbrachte Gott: Wir lesen zunächst die ersten zwei: Beide Häuser waren dem Bund nicht treu geblieben. Der neue Bund unterscheidet sich wesentlich von dem alten, denn sie werden ihn erfüllen. In den Versen 10 bis 12 erfahren wir warum: Dann wird keinesfalls ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder belehren wollen und sagen: Denn Ich werde ihrer Ungerechtigkeit versühnt sein und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten keinesfalls noch länger gedenken.

Allein Gottes Eingreifen ist es! Allein durch Gottes Geist werden sie völlig neu werden! Wie es auch bei Hesekiel geschrieben steht: Ich werde ihnen ein neues Herz und einen neuen Geist geben, und sie werden in Meinen Ordnungen leben und Meine Rechtssatzungen bewahren Hes. Sie werden Jewes heiligen Namen nicht mehr entweihen Hes. Als Bund kann man einen solchen Segen kaum mehr bezeichnen, denn Israel tut weder etwas zum Vertragsabschluss noch geht es Verpflichtungen ein.

Der Bund ist ein reines Gnadengeschenk Gottes. Und welch eine innige Beziehung wird zwischen Gott und Israel herrschen, wenn sie Ihn wirklich zu ihrem Gott, zum alleinigen Verfüger und Vater haben, dessen Weisungen sie freudig beachten. Vertraut werden sie mit Ihm sein, wie unser Herr erbeten hatte: Das Fazit finden wir in Vers Wie sonderbar mutet uns da an, was Jakobus und die Ältesten in Jerusalem Paulus nach der Rückkehr von der dritten Missionsreise im Jahre 56 mitteilten: Wenn dies auch damals noch berechtigt war, so liegt es dennoch nicht auf der Linie des geistlichen Wachstums, sondern des Fleisches.

Mit den Versen 1 bis 5 des neunten Kapitels beschreibt der Autor nun die Satzungen des Heiligtums und zeigt in der Form eines Rückblicks auf, wie irdisch sie waren, sodass der Kontrast zu dem viel höheren Dienst Jesu deutlich wird: Hinter dem zweiten Vorhang aber war das [zweite] Zelt, das Heilige der Heiligen genannt, wo sich das goldene Räucherfass befand und die überall mit Gold bedeckte Bundeslade, in der die goldene Urne mit dem Manna war und der Stab Aarons, der gekeimt hatte, dazu die Tafeln des Bundes.

Auch wir wollen nicht über die Einzelheiten reden; sie können im 2. Buch Mose nachgelesen werden. Zum goldenen Räucherfass sei aber angemerkt, dass es sich nicht um den Räucheraltar handelt, der im Heiligen stand, sondern um das Gerät, mit dem der Hohepriester am Tag der Beschirmungen in das Heilige der Heiligen hineinging, um dort zu räuchern 3.

Das Räucherfass befand sich also nur an diesem Tag dort. Im Deutschen wird das Heilige der Heiligen landläufig als Allerheiligstes bezeichnet.

Wie unvollkommen der erste Bund war, wird an den Versen 6 bis 10 sehr deutlich: Schon die Trennung in ein erstes und ein zweites Zelt weist auf die Unvollkommenheit hin. Und nur einmal im Jahr konnte nur ein einziger Mensch in die Wohnstätte Gottes eintreten. Bei allem erlangte das Volk nur für versehentliche Sünden Vergebung 3. Wir fahren mit Vers 8 fort: Da er ein Gleichnis für die gegenwärtige Frist ist, ist auch diese dem Verschwinden nahe.

Wie kann der Verfasser im Jahre 61 dieses Wort von der gegenwärtigen Frist schreiben? Die im Hebräerbrief gemeinte Frist ist aber noch gegenwärtig, insofern der alte Bund noch praktiziert wird. Der Verfasser macht aber in den nächsten Versen deutlich, dass diese Frist geistlicherweise durch das Opfer Jesu Christi längst überholt ist. Wer auf den Tempel blickt, für den ist der Weg zu dem hinter dicken Vorhängen verborgenen Gott nicht offen. Wer aber auf Jesus Christus blickt, der sieht den zerrissenen Vorhang, erkennt den Herrn als den lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch und tritt in die heiligen Stätten ein Heb.

Schon im Jahre 49 hatte Paulus geschrieben: Das Jerusalem droben aber ist frei: Das erste Zelt, nach dem Nahegaben wie auch Opfer dargebracht werden, und zwar zum Beispiel Speisen 3. Mose 15 beschriebenen Waschungen - zu vollziehen waren - der alte Bund, nach dem Rechtssatzungen für das Fleisch 4.

Vergebung der Sünden, aber das Gewissen des Darbringenden wurde nicht vollkommen von dem Vorwurf der Schuld befreit.

Ein für allemal war Christus mit seinem eigenen Blut in das wahrhafte, überhimmlische Stiftszelt gegangen, das das Vorbild für Moses irdisches Zelt ist 2. So erwirkte Er eine äonische Erlösung. Sie bezieht sich auf die vielen Menschen, die bereits während der Äonen erlöst werden, wie unser Herr in Matthäus Diese Erlösung wirkt sich nach den Versen 13 und 14 auch auf das Gewissen aus und ermöglicht den wahren Gottesdienst: Dementsprechend sind die Glaubenden jetzt befähigt, in der Kraft dieses Geistes dem lebendigen und wahrhaften Gott zu sklaven.

Auf Jesu Selbstdarbringung beruht selbstverständlich auch der bessere Bund, wie in den Versen 15 bis 17 ausgeführt wird: Denn wo ein Bund vorliegt, ist es notwendig, dass der Todesbeweis des Bundesopfers erbracht wird; denn ein Bund wird nur über toten Opfern bestätigt, weil er nichts vermag, wenn das Bundesopfer lebt. Ein Bund wurde über toten Tieren geschlossen, zwischen deren Hälften man hindurchging, um auszudrücken, dass man dem Tode verfalle, wenn man die Vereinbarungen nicht einhält. Jewe war aber allein durch die Tierstücke hindurchgegangen, sodass Abraham keine Verpflichtung eingegangen war 1.

Es war für viele Juden ein Rätsel, ja ein Ärgernis, dass ihr lang ersehnter Messias zu Tode gebracht worden war. Warum war das notwendig? Hier ist die Antwort: Weil sonst der neue Bund gar nicht zustande gekommen wäre.

Sein Tod geschah zur Freilösung der Übertretungen unter dem alten Bund, der ja nichts vollenden konnte Heb. Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch geboten hat. Aber auch das Zelt und alle Amtsgeräte besprengte er gleicherweise mit dem Blut. Mithin steht fest, dass das Blut Jesu zur Stiftung des neuen Bundes ausgegossen werden musste. In diesem Zusammenhang ist 3. Da Sünden Schmerzen verursacht haben, können sie nur durch Schmerzen gesühnt werden.

Es gibt ohnehin keine Sühnung ohne Schmerzen. Das Blut ist somit das beste Mittel zur Sühnung der Sünden. Sein Blut, oder wie in 1. Die Beispiele bestehen in diesem Fall in einem wenn auch nur schwachen, schattenhaften Abbild des Vorbildes in den Himmeln, nach welchem Mose das irdische Zelt gefertigt hatte 2. Das überhimmlische Zelt aber muss durch ein besseres Opfer gereinigt werden.

Demnach gibt es auch in den Himmeln Sünde. Noch ist Satan im Himmel Hiob 1: Erst wenn der Botenfürst Michael ihn auf die Erde herabgeworfen hat, wird seine Stätte im Himmel nicht mehr gefunden Off.

Und was uns anbelangt, die Glieder der Gemeinde, die Christi Körper ist, sind wir bereits im Geist inmitten der überhimmlischen Regionen und Geschöpfe in Christus Jesus niedergesetzt Eph. Und dort, inmitten der Überhimmlischen, sind unsere wahren Feinde, die Weltbeherrscher dieser Finsternis, die geistlichen Mächte der Bosheit Eph.

Es folgt Vers Er ging aber in das überhimmlische, vollkommene Zelt Heb. Er verwendet Sich gewiss fürbittend, aber auch in der Weise für sie, dass sie durch Sein Blut Freimut haben mögen, ebenfalls in die heiligen Stätten einzutreten Heb. Es fällt auf, dass die Notwendigkeit eines sühnenden Leidens mit dem Niederwurf der Welt in Verbindung steht. Der Niederwurf der damaligen Welt erfolgte durch die Überflutung der ersten, herrlichen Erde, der Erde von altersher, als sie ein Tohuwabohu und inhaltslos wurde 1.

Danach war Finsternis auf der Fläche des überfluteten Chaos. Bereits vor dem Niederwurf war Jesus als das Lamm erkannt 1. Demnach gab es Sünde unter den geistlichen Geschöpfen im Himmel. Vom Niederwurf der Welt an, von dieser ersten Gerichtskatastrophe an, wird Jesus sodann als geschlachtet gesehen Off. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass wir, die Glieder der Gemeinde, die Christi Körper ist, vor jenem ersten Gericht auserwählt wurden Eph.

In diesen Äonen, die noch kommen werden, wird es, was den tausendjährigen Königreichsäon betrifft, weniger Sünde geben und, was den Äon der neuen Erde anbelangt Off. Er wird ihnen erscheinen; sie werden Ihn mit den Augen wahrnehmen. Durch ihren Glauben, der sich im Festhalten Heb.

Als Mitteilhaber der überhimmlischen Berufung Heb. Der Gesetzesdienst vermag die Gläubigen nicht vollkommen zu machen. Dies wird in Kapitel zehn, Vers 1, festgestellt. Die Wiederholung der Opferhandlungen war notwendig, weil den Menschen immer wieder neue Sünden bewusst wurden. Im Übrigen erinnerte jede Darbringung an längst vergangene Sünden, weil sie die Gewissenslast nicht völlig fortnehmen konnte.

Allein die Gnade aber befähigt den Gläubigen, einen heiligen Wandel zu führen und keine Sünden mehr zu begehen, ja seine Heiligkeit in der Furcht Gottes zur Vollendung zu bringen Tit. Welch ein kostbares Wort nun doch folgt Verse An Ganzbrandopfern und solchen für Sünde hast Du kein Wohlgefallen.

Dann hat Er betont: Siehe, Ich treffe ein, um Deinen Willen, o Gott, zu tun! So hebt Er Ersteres auf, um das zweite aufzustellen. Da Adam im Bild und in der Gleichgestalt Elohims gemacht ist 1. Gott passte Ihm einen Körper an. Er hat das Ohrengraben als Redefigur des Nahzusammenhangs als Synekdoche angesehen, wonach ein Teil für das Ganze steht. Dies war nicht falsch, denn der Verfasser des Hebräerbriefs übernahm diese Version.

Die Darbringungen dagegen sind Gaben, mit denen man sich einem Höheren naht. Zu den Darbringungen gehören das Ganzbrandopfer es drückt ganze Hingabe aus , auch Aufsteignahung genannt der Rauch steigt zu Gott auf, dem man sich naht , das Speisopfer und das Trankopfer auch als Nahungsgeschenke und Korban bezeichnet sowie das Dankopfer und das Friedensopfer.

Gott aber hat letztlich kein Wohlgefallen an Opfern und Darbringungen, an dem Vorläufigen nach dem Gesetz. Sein vollkommenes Wohlgefallen ruht allein auf Seinem Sohn und dessen Gehorsam. Die Opfer für Elohim sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz, Elohim, wirst Du nicht verachten.

In der folgenden Handlung Christi ist die Rettung der Hebräer wie auch die unsrige begründet: Die Heiligung der an Jesus Gläubigen durch Gott ist ein für allemal erfolgt. Jetzt gehören sie Ihm an, heilig wie Er. Dies ist das eine. Das zweite ist, dass sie der Heiligung nachjagen Heb. Wir sind durch den Apostel Paulus angewiesen, alle unsere Gedanken unter den Gehorsam des Christus gefangenzunehmen und sie nicht vagabundieren zu lassen 2. Er ist das Wort Joh.

So sagte unser Herr: Und vor Seiner Himmelfahrt sagte Er zu den Jüngern: In den Versen 11 bis 14 werden wir nochmals an den überholten levitischen Dienst erinnert, zugleich aber auf das vollkommene Opfer Jesu Christi hingewiesen: Denn mit nur einer Darbringung hat Er bis zur Durchführung die vollkommen gemacht, die geheiligt sind.

Christus aber sitzt nach vollbrachtem Werk ruhend zur Rechten Gottes, die vollkommen geheiligten Gläubigen vor Augen. Dies geschieht beim Abschluss der Äonen 1. Dann werden sie Ihm alle huldigen Phil. Diese herrliche Botschaft, dass die durch Christus geheiligten - ein für allemal geheiligten Vers 10 - Hebräer zum Ziel gebracht sind, lässt uns daran denken, dass wir ebenfalls durch unsere unverrückbare Freilösung und Heiligung, Rechtfertigung und Versöhnung zum Ziel gebracht sind.

Die Vollendung der Geheiligten ist schon lange bezeugt, erfahren wir aus den Versen 15 bis Ich werde Meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Denkart schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde Ich keinesfalls noch länger gedenken. Wo diese aber Vergebung finden, ist Darbringung für Sünde nicht mehr nötig. Es dient ihm hier zur Bestätigung seiner Ausführungen. Denn heute schon darf es für die Gläubigen so sein, wie es im tausendjährigen Königreich Israels sein wird, dass nämlich ihre Verfehlungen in einer solch absoluten Weise erlassen sind, dass Gott ihrer nicht mehr gedenkt.

Folglich sind weitere Darbringungen für Sünde nicht mehr nötig. Im Königreichsäon werden die Israeliten - von Ausnahmen abgesehen Jes. Das Gesetz ist ja in ihre Herzen geschrieben; sie sind ja durch den Geist Gottes neu geworden. So darf es heute unter den Briefempfängern auch bereits sein. Sagte unser Herr denn nicht: Eines aber muss im Zusammenhang des Hebräerbriefs auch gesehen werden: Dies ist für die Glaubenden Wirklichkeit. Da die Gläubigen des Hebräerbriefs nun durch die Darbringung des Körpers Christi ein für allemal geheiligt und vor den Augen Gottes vollkommen gemacht sind Heb.

Einen freudigen Aufruf dürfen wir eingangs in den Versen 19 bis 22 vernehmen: Damit sind nicht die irdischen gemeint. Diese sind nur ein Abbild der überhimmlischen Heb. Der zerrissene Vorhang ist ein Symbol für den gebrochenen Körper Jesu. Jetzt liegt das Heilige der Heiligen allgemein das Allerheiligste genannt offen. Gott kann erblickt werden nicht optisch, sondern im Geist. Der Weg zum Vater ist ein lebendiger. Jesu Wort in Johannes Das freimütige Herzutreten der Gläubigen in die heiligen Stätten soll von vier Gegebenheiten begleitet sein: Vollgewiss im Glauben ist man, wenn man völlig von den Gottesworten getragen wird, die man im Glauben erfasst hat, und nicht etwa eine schwelende Frage über Gottes Handeln mit sich herumschleppt oder Gott in irgendeinem Punkt etwas Ungereimtes zuschreibt.

Und aus Epheser 5: Die Erwähnung des Körpers in diesem Zusammenhang lässt erkennen, dass die Reinigung bis in das praktische Verhalten im Körper hineinwirkt. Der Wandel der Geheiligten und Herzugetretenen soll ein entschieden heiliger sein.

Darum geht es in den Versen 23 bis 25 und sodann auch bei der Aufzeigung des Gegenteils in den Versen 26 bis Dabei geht es um ein persönliches Sich-Bekennen, hier zu der herrlichen Erwartung. Die Erwartung der Hebräer ist ihr Versetztwerden in das überhimmlische Königreich Christi, denn sie haben eine überhimmlische Berufung Heb.

Des Weiteren lesen wir: Aufeinander Acht geben sollen die Gläubigen, und zwar in dem Sinne, dass sie darauf bedacht sind, was dem Nächsten diene Acht geben ist eine Variante von bedenken; siehe Stichwortkonkordanz zum Konkordanten NT, Seite Sie sollen einander anspornen, Liebe zu üben und edle Werke zu tun.

Mögen sie aus Liebe mit ganzer Seele Eiferer für edle Werke sein. Edel sind die Werke, die nach Gottes Wort und Willen gut, wohlgefällig und vollkommen sind, insbesondere auch der Auferbauung, der geistlichen Zurüstung, dienen.

Der Zuspruch könnte zum Beispiel so geschehen, wie in Jesaia Die in Christi Blut ein für allemal Geheiligten Heb. Die gläubigen Hebräer, an die sich der Hebräerbrief richtet, sowie die, die sich durch diesen Brief für die überhimmlische Erwartung gewinnen lassen, werden vor dem Zorn am Tag Christi zusammen mit uns zum Herrn hin entrückt werden 1. Es darf im Übrigen darauf hingewiesen werden, dass in den behandelten Versen 22 bis 24 die uns so bekannten, den Wandel der Heiligen prägenden Gnadengaben Glaube, Erwartung und Liebe zum Tragen kommen.

Falls jemand ein gegenteiliges Verhalten an den Tag legen sollte, würde dies schreckliche Folgen haben, die in den Versen 26 bis 31 geschildert werden: Wenn jemand das Gesetz des Mose verwirft, muss er ohne Mitleid auf zwei oder drei Zeugen hin sterben. Eine wie viel ärgere Ahndung, meint ihr, wird jener verdienen, der den Sohn Gottes niedertritt und das Blut des Bundes für gemein erachtet, in dem er geheiligt wurde, und damit an dem Geist der Gnade frevelt?

Denn wir sind mit dem vertraut, der sagt: Mein ist die Rache! Richten wird der Herr Sein Volk! Furchtbar ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! Dies alles erinnert uns im Übrigen an den Schriftabschnitt Hebräer 6: Nach Vers 27 bleibt für solche nur ein furchtbares Abwarten des Gerichts übrig. Würden sie den letzten Jahrsiebener der für Israel abgetrennten siebzig Jahrsiebener Dan. Die Ahndung der Sünden der einstmals Geheiligten, dann aber Abgefallenen, muss ärger ausfallen als die Bestrafung derer, die nach dem Gesetz auf zwei oder drei Zeugen hin gesteinigt wurden 5.

Wer den Sohn Gottes niedertritt und das Blut des neuen Bundes verachtet und damit am Geist der Gnade frevelt - diese Sünde stellt ja alle Vergehen gegen das Gesetz in den Schatten - muss in das Zorngericht kommen und in das Feuer geworfen werden, das sich anschickt, die Gegner zu fressen.

Gottes ist die Rache und die Vergeltung. Sein ist das Gericht über Sein Volk 5. So furchtbar es ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen - es geht Ihm um die Herstellung des Rechts.

Das Vergelten ist das gerechte Erstatten der üblen Taten. Häusliche Gewalt und polizeiliches Handeln. Verbindung zur verletzten Person, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln, aufzunehmen, 5. Deshalb wurden in vielen Polizeigesetzen spezielle Regelungen aufgenommen, auf deren Grundlage vorübergehende Wohnungsverweisungen bzw.

Rückkehrverbote von der Polizei im Anschluss an festgestellter häuslicher Gewalt ausgesprochen werden können. Diese Ermächtigungen ermöglichen es der Polizei, sofort intervenieren zu können, um akute Auseinandersetzungen, die mit Gefahren für Leib oder Leben oder der Freiheit einer Person verbunden sind, vorübergehend zu unterbinden. Danach kann die Polizei eine Person zur Abwehr einer von ihr ausgehenden gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer anderen Person aus einer Wohnung, in der die gefährdete Person wohnt, sowie aus deren unmittelbaren Umgebung verweisen und ihr die Rückkehr in diesen Bereich untersagen.

Der räumliche Bereich, auf den sich Wohnungsverweisung und Rückkehrverbot beziehen, ist nach dem Erfordernis eines wirkungsvollen Schutzes der gefährdeten Person zu bestimmen und genau zu bezeichnen.

Eine gegenwärtige Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person liegt vor, wenn aufgrund der festzustellenden Gesamtumstände zu befürchten ist, dass es in der Gewaltbeziehung in allernächster Zeit zu erneuten Straftaten kommt. Es muss also nicht nur eine aktuelle Gefahrensituation bestehen, sondern es muss auch eine Gefahrenprognose für die Zukunft vorgenommen werden. Eine Wohnungsverweisung ist mithin zukunftsorientiert und nicht vergangenheitsorientiert.

Täter ist renitent und droht dem Opfer erneut Gewalt an, sobald die Polizei die Wohnung verlassen hat. Unabhängig davon wird zur Begründung der Gefahr auch auf die deliktsspezifische Besonderheit häuslicher Gewalt als Wiederholungsdelikt sowie auf polizeibekannte in der Vergangenheit liegende Fälle häuslicher Gewalt zurückgegriffen.

Geschützt sind Lebenspartner, Eheleute, Mitglieder von Wohngemeinschaften, Personen, die in Wohnungen ihren Lebensmittelpunkt haben, in denen es zu häuslicher Gewalt kommt. Das sind die Bereiche, die zum weitgefassten Wohnungsbegriff gehören Flure, Garagen, das Grundstück, auf dem das Haus steht, etc.

Der Täter geht, das Opfer bleibt. Die Frist beginnt mit Ablauf des Tages der Anordnung, also mit dem Beginn des Folgetages und endet von dort an gezählt, mit dem Ablauf des In besonders gelagerten Fällen kann die Dauer einer polizeilich verfügten Wohnungsverweisung bzw.

Voraussetzung für eine Wohnungsverweisung bzw. Die Wohnungsverweisung soll vielmehr einer bevorstehenden Gefahr begegnen, d. Wird der Störer in Gewahrsam genommen, wird in der Regel ein Rückkehrverbot in seine Wohnung erst dann ausgesprochen, wenn er aus dem Polizeigewahrsam entlassen wird. Nähere Einzelheiten zur Wohnungsverweisung und zum Rückkehrverbot stehen in der folgenden umfangreichen und fallorientierten Kommentierung zur Verfügung.

Auch handelt es sich bei häuslicher Gewalt in aller Regel nicht um ein einmaliges Ereignis, sondern um ein Wiederholungsdelikt, das durch zunehmende Intensität der Gewaltanwendung und durch wiederholte Gewaltausbrüche gekennzeichnet ist.

Häusliche Gewalt ist mit einer Gewaltspirale vergleichbar, die eine besondere Eigendynamik entwickelt und die Wahrscheinlichkeit in sich trägt, dass künftig erneut Gewalt angewendet wird. Bei den körperlichen Übergriffen handelt es sich um ein breites Spektrum unterschiedlich schwerwiegender Gewalthandlungen.

Die Angaben zu sexuellen Übergriffen beziehen sich in der o. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung. Seit steige die Zahl der Wohnungsverweise kontinuierlich an. Die angezeigten Straftaten wegen häuslicher Gewalt gegen Frauen gingen jedoch im Vergleich zum Vorjahr, um 96 auf Um auf 9. Damit werden in der Bundesrepublik Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte täglich konfrontiert.

Die Tatorte befinden sich in den Lebensbereichen aller gesellschaftlichen Schichten. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch, insbesondere die der männlichen Opfer. Den Zahlen der Kriminalstatistik entsprechend müsste die Anzahl männlicher Opfer häuslicher Gewalt aber bei etwa liegen. Häusliche Gewalt umfasst alle Formen physischer, sexueller und psychischer Gewalt zwischen Personen, die in einer häuslichen Gemeinschaft zusammenleben.

Auf die Art des Rechtsverhältnisses, das dieser Lebensform zugrunde liegt, kommt es nicht an. Als häusliche Gemeinschaft kommen in Betracht:. Zentrales Merkmal häuslicher Gewalt ist, dass es in solch einer Gemeinschaft zu gewaltsamen Übergriffen kommt. Es handelt sich folglich um Übergriffe, deren Ursprung die häusliche Gemeinschaft ist, in der Konflikte entstehen und, falls sie nicht verbal gelöst werden, dort bis hin zu Tötungsdelikten eskalieren können. Zwar wird es sich bei den in Betracht kommenden Tatorten in den meisten Fällen um die gemeinsam genutzte Wohnung handeln.

Häusliche Gewalt ist meist strafbare Gewalt, denn fast alle Erscheinungsformen häuslicher Gewalt stellen Handlungen dar, die nach dem Strafgesetzbuch mit Strafe bedroht sind: Sie reichen von der Beleidigung, Bedrohung und Nötigung, der Freiheitsberaubung und Körperverletzung über verschiedene Sexualdelikte bis hin zur versuchten und vollendeten Tötung.

Häusliche Gewalt wird angenommen, wenn es in einer häuslichen Gemeinschaft. Obwohl sich die meisten Fälle häuslicher Gewalt in der von Täter und Opfer gemeinsam benutzten Wohnung ereignen werden, können Wohnungsverweisungen bzw. Rückkehrverbote auch dann ausgesprochen werden, wenn sich häusliche Gewalt an anderen Orten ereignet.

Tatorte können auch Geschäftsräume oder der öffentliche Raum sein. In Zweifelsfällen wird die Polizei häusliche Gewalt annehmen. Hinzugezogene Polizeibeamte stellen am Ort der Tat fest, dass die Begleiterin erheblich verletzt wurde.

Ihr Begleiter sagt zu ihr, als die Polizeibeamten die Frau zum Tatmotiv befragen: In diesem Beispiel ist es nicht in einer gemeinsam genutzten Wohnung zu Gewalthandlungen getroffen.

Ist das der Fall, können Personen, die häusliche Gewalt ausüben, sowohl aus der Wohnung als auch aus der unmittelbaren Umgebung der gefährdeten Person verwiesen werden.

Die Wohnungsverweisung kann gleichzeitig mit dem Aussprechen eines Rückkehrverbotes verbunden werden. Diesbezüglich ist der Wortlaut der Befugnis einschlägig. Bei einer Wohnungsverweisung bzw. Besondere Sorgfalt ist deshalb immer dann geboten, wenn am Einsatzort keine Spuren von Gewaltanwendungen feststellbar sind, der Betroffene die Vorwürfe bestreitet und sich die Aussagen von Zeugen widersprechen. Es sprechen aber gewichtige Anhaltspunkte für die Richtigkeit der polizeilichen Gefahrenprognose.

Sollte sich nach Zurückweisung der Beschwerde die Unrichtigkeit der polizeilichen Gefahrenprognose herausstellen, so würde das bedeuten, dass der Kläger zu Unrecht gravierende Beeinträchtigungen seiner persönlichen Sphäre hätte hinnehmen müssen.

Das ist bei Wohnungsverweisungen offensichtlich der Fall denn:. Weiterhin ist zu regeln, wo der Verwiesene für die Dauer der Wohnungsverweisung untergebracht werden kann. Diese Problembereiche können nicht zwischen Tür und Angel erledigt werden. Auch ist es sinnvoll, Vorgesetzte in die Entscheidung mit einzubeziehen. Da Zwangsgeld ein Beugemittel ist, kann es erst dann greifen, wenn der davon Betroffene sich nicht an den erlassenen Verwaltungsakt hält, der durch die Festsetzung von Zwangsgeld erzwungen werden soll.

Dazu gehören auch Bereiche im unmittelbaren Umfeld der jeweiligen Wohnung Grundstück, Flure, unmittelbar an die Wohnung angrenzende Bereiche. Soweit es erforderlich ist, sind ärztliche Untersuchungen anzuordnen und Zeugen anzuhören.

Im Zusammenhang mit Wohnungsverweisungen und Rückkehrverboten können die nachfolgend aufgeführten Grundrechte tangiert sein: Geschieht dies gegen den Willen des Wohnungsinhabers, dann dringt die Polizei sozusagen in den privaten Lebensbereich eines Grundrechtsinhabers ein.

Das Grundrecht schützt die Privatheit der Wohnung vor staatlichen Eingriffen. Geschützt ist der elementare Lebensraum und damit die räumliche Sphäre, in dem das Privatleben stattfindet. Als die Beamten schellen, öffnet ein Mann die Tür und sagt: Im Wohnzimmer finden sie eine weinende Frau mit aufgeschlagenen Augenbrauen. Bei dem Mann, der die Tür öffnet, handelt es sich offensichtlich um den Wohnungsinhaber.

Gegen dessen Willen darf die Wohnung nur auf der Grundlage einer Befugnis betreten werden, die diese Rechtsfolge zulässt. Zur Abwehr dieser gegenwärtigen Gefahr kann die Wohnung gegen den Willen des Wohnungsinhabers betreten werden.

Keiner Ermächtigung hätte es bedurft, wenn die Geschädigte selbst die Tür geöffnet und die Polizei aufgefordert hätte, die Wohnung zu betreten, um sich dort um ihren Mann zu kümmern, der sie im alkoholisierten Zustand geschlagen hat.

In solch einem Fall ist Art. In einem Beschluss des VG Osnabrück vom Dezember - Az. Dennoch ist umstritten, ob eine Wohnungsverweisung bzw. Meist begnügen sich die Richter damit, eine Wohnungsverweisung bzw. Das Grundrecht aus Art. Geschützt ist nicht das Besitzrecht an einer Wohnung, sondern nur das Recht an deren Privatheit. Der Schutz der Wohnung nach Art. Schutzgut ist die räumliche Sphäre, in der sich das Privatleben entfaltet.

Aber auch derartige berühren nur dann den Schutzbereich des Art. Sie ist daher grundsätzlich nur zur Vorbeugung strafbarer Handlungen Art 11 Abs. Nach dem qualifizierten Gesetzesvorbehalt in Art. Nutzungsrechte [Sicherstellung der Haustürschlüssel: Das ist zulässig, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Person Sachen mit sich führt, die sichergestellt werden dürfen. Eine solche Gefahrenlage ist anlässlich von Wohnungsverweisungen gegeben.

Dabei handelt es sich um Eingriffe in das Recht auf allgemeine Handlungsfreiheit, das sich aus Art. Das ist immer dann der Fall, wenn eine Person, gegen die eine Wohnungsverweisung bzw. Heute hat er seine Frau zusammengeschlagen. Mit weiteren Eskalationen ist zu rechnen. Herr Jedermann wird der Wohnung verwiesen.

Seinen Lebensunterhalt verdient Herr Jedermann jedoch mit einem Versandhandel. Die dafür benötigten Räume befinden sich im Lebensbereich der Familie angrenzende Garage und ein dahinter befindlicher Schuppen. In solch einem Fall ist zu prüfen, ob es Herrn Jedermann erlaubt werden kann, seiner beruflichen Tätigkeit weiter nachgehen zu können. Das wird davon abhängig sein, wie kooperationsbereit er ist. Es ist nicht polizeiliche Aufgabe, Eheprobleme zu lösen, die dem jeweils zuständigen Familienrichter vorbehalten sind.

Würden sie das tun, dann hätte dies weitreichende Konsequenzen, möglicherweise auch im Hinblick auf die Häufigkeit polizeilicher Wohnungsverweisungen. Der Platzverweis setzt die Gefahr weiterer oder erneuter Gewalt voraus, er ist nicht Sanktion für vergangenes Unrecht.

Der Paragraf trägt die Überschrift: Platzverweisung, deshalb wird in dem Beschluss von der Zulässigkeit eines polizeilichen Platzverweises ausgegangen. Sie ist gegenwärtig, wenn die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bereits gestört ist und von der bereits eingetretenen Störung weiterhin Gefahren ausgehen, oder wenn ein Schaden in allernächster Zeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

Um eine Wohnungsverweisung anordnen zu können, müssen Leben, Gesundheit oder Freiheit von Personen folglich aufgrund einer gegebenen zeitlichen Dringlichkeit so gegenwärtig bedroht sein, dass zur Abwehr dieser Gefahr sofortiges polizeiliches Einschreiten geboten ist. Die besondere zeitliche Nähe einer Gefahr für bedeutsame Rechtsgüter Leben, Gesundheit und Freiheit einer Person führt aber im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt in der Praxis zu erheblichen Begründungsproblemen.

Die Voraussetzungen für ihr Vorliegen - ein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in allernächster Zeit zu erwartender Schadenseintritt - sind streng. Würde die Rechtsprechung dieses den Gefahrenbegriff qualifizierende Merkmal problematisieren, träten in der Praxis erhebliche Rechtsanwendungsprobleme auf.

Danach kann die Polizei eine Person zur Abwehr einer von ihr ausgehenden gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer anderen Person aus einer Wohnung, in der die gefährdete Person wohnt, sowie aus der unmittelbaren Umgebung zu verweisen und ihr die Rückkehr in diesen Bereich untersagen. Die Tatbestandsvoraussetzungen dieser Vorschrift waren hier gegeben. Nach allgemeiner Auffassung liegt eine Gefahr vor, wenn eine Sachlage oder ein Verhalten bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens mit Wahrscheinlichkeit ein polizeilich geschütztes Rechtsgut schädigen wird.

Eine gegenwärtige Gefahr liegt vor, wenn der Eintritt eines Schadens unmittelbar oder in allernächster Zeit und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Die gegenwärtige Gefahr muss für Leib, Leben oder Freiheit einer anderen in der Wohnung lebenden Person bestehen, also besonders hochrangig zu erachtende Rechtsgüter betreffen.

Der Begriff der Leibesgefahr erfordert die Gefahr einer nicht nur leichten Körperverletzung. Es kommt vielmehr darauf an, ob der handelnde Beamte bei verständiger Würdigung der Sach- und Rechtslage vertretbar von einer Sachlage ausgeht, die bei ungehindertem Ablauf des Geschehens mit Wahrscheinlichkeit ein polizeilich geschütztes Rechtsgut schädigen wird.

Die polizeiliche Gefahrenprognose ist allein daran zu messen, ob sie aus ex-ante-Sicht, d. Urteil hervorgehoben, nicht aber an den eigenen Vorgaben einer Prüfung unterzogen. Der stark alkoholisierte Ehemann war mit seiner Frau in Streit geraten und hatte diese sowohl mit Fäusten als auch mit einem Aschenbecher erheblich verletzt. Beim Eintreffen der Polizeibeamten wurden diese von dem Mann ebenfalls angegriffen. Da Herr Jedermann nicht zu beruhigen ist, wird er zur Durchsetzung einer Wohnungsverweisung in Gewahrsam genommen und in die Gewahrsamszelle des Polizeipräsidiums gebracht.

Er ist nicht allgemeingültig bestimmbar und überwiegend tatsächlicher, nicht rechtlicher Natur Das ist der Fall, wenn nicht nur die gedankliche Möglichkeit, sondern eine auf festgestellte tatsächliche Umstände gegründete Wahrscheinlichkeit eines schädigenden Ereignisses besteht.

Welches Gewicht ihnen im Einzelfall zukommt, lässt sich allenfalls schätzen, dagegen nicht rechnerisch sicher bestimmen, zumal wenn, wie im Regelfall, eine Reihe von Umständen vorliegt, die auch in ihrem Zusammen- oder Gegeneinanderwirken bewertet werden müssen.

Als die Polizei eintrifft, erwartet die weinende Frau die Beamten im Flur. Auf Befragen gibt er an: Vor mir braucht die Alte keine Angst zu haben. Für sich allein gesehen dürften die Voraussetzungen einer solchen Gefahr noch nicht gegeben sein. Bevor die Polizei am Tatort eintrifft, hat sich der Täter bereits entfernt.

Sie sagt zu den Beamten: Der wird sich betrinken und dann bei Freunden seinen Rausch ausschlafen. Wenn der am Sonntag zurückkommt, muss ich aber mit dem Schlimmsten rechnen. Die Schwellung in meinem Gesicht, sie zeigt dabei auf ihr angeschwollenes Auge, stammt von heute.

Ich kann einfach nicht mehr, bitte helfen Sie mir. Wenn es sein muss, stelle ich auch einen Strafantrag. Auf jeden Fall werde ich am Montag einen Anwalt aufsuchen und die Scheidung einreichen. Besteht eine gegenwärtige Gefahr, die eine Wohnungsverweisung zu rechtfertigen vermag? Die Schwierigkeit eine gegenwärtige Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person begründen zu können nimmt zu, wenn der Täter nicht mehr am Tatort ist und nicht damit zu rechnen ist, dass er in Kürze zurückkommen wird.

Herr Jedermann aber liegt im Bett und schläft laut schnarchend seinen Rausch aus. Die Erfahrung zeigt, dass das Stunden dauern kann. Polizeibeamte stellen Folgendes fest: Herr Jedermann ist gegen Weil seine Frau ihm wegen der Geldverschwendung Vorhaltungen gemacht hat, ist es zum Streit gekommen. Nachdem man sich wechselseitig beleidigt hat, hat Herr Jedermann nach seiner Frau geschlagen, ohne sie jedoch zu treffen.

Tatsache ist, dass beide Eheleute beim Eintreffen der Polizei sehr erregt sind und sich im Beisein der Beamten weiterhin verbal attackieren. Die Beamten gewinnen die Überzeugung, dass man die Parteien vorübergehend trennen muss, damit sie sich erst einmal beruhigen.

Deshalb wird Herr Jedermann aufgefordert, das Wohnzimmer zu verlassen und sich in die Küche zu begeben. In der Küche versuchen die Beamten, den Mann zu beruhigen.

Herr Jedermann ist weiterhin so aggressiv, dass man es nicht riskieren kann, ihn in seinem stark angetrunkenen Zustand mit seiner Frau in der Wohnung zu belassen. Herr Jedermann wird deshalb zur Ausnüchterung ins Gewahrsam eingeliefert. Weil Herr Jedermann bislang nicht auffällig war und seine Frau ihren Mann als verträglichen und freundlichen Mann beschreibt, der nur im alkoholisierten Zustand zu Aggressionen neigt, wird er nach Ausnüchterung aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Gleichwohl hat das mit einer Wohnungsverweisung i. Die Situationsschilderung lässt es nicht zu, Herrn Jedermann vorübergehend seiner Wohnung zu verweisen. Bisher ist es noch nicht zu Auseinandersetzungen gekommen, die als Körperverletzungen anzusehen sind. Aller Voraussicht nach wird sich Herr Jedermann auch wieder beruhigt haben, wenn er seinen Rausch erst einmal ausgeschlafen hat. Dass in der vorgefundenen Situation sofort gehandelt werden muss, um Gefahren für Leib oder Leben des Angegriffenen abzuwenden, dürfte offenkundig sein.

Rechtlich wird in diesem Beispiel durch den Gebrauch der Schusswaffe gegen Sachen ein Bulle ist zwar ein Tier, rechtlich aber einer Sache gleichgestellt , die Sicherstellung des Bullen durchgesetzt. Ein wildgewordener Bulle, der Anstalten macht, erneut auszubrechen schafft eine Situation, in der in allernächster Zeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Eintritt eines Schadens zu erwarten ist. Auch auf Schellen hat die alte Dame nicht reagiert.

Polizeibeamte betreten die Wohnung der alten Frau und finden diese bewusstlos in ihrem Schlafzimmer. Die Polizei kann die Wohnung ohne Einwilligung des Inhabers betreten und durchsuchen, wenn das u.

Sofortiges Handeln ist somit erforderlich, denn es könnte bereits zu einem Schadenseintritt gekommen oder jederzeit zu erwarten sein. Bei dem Mann handelte es sich um einen Waffenliebhaber. Der Mann hat wahrscheinlich zwei Geiseln in seine Gewalt gebracht und droht damit, diese und sich selbst zu töten. Von der Polizei wird der Tatort weiträumig abgesperrt.

Diese Voraussetzungen sind im Beispielsfall gegeben, weil jederzeit mit dem angedrohten Schadenseintritt zu rechnen und sofortiges Handeln geboten ist. Dies entspricht nicht der ex-ante Betrachtung einer solchen Gefahr. Im Zusammenhang mit der Abwehr von Gefahren, die sich aus häuslicher Gewalt ergeben, und die es erforderlich machen, Wohnungsverweise oder Rückkehrverbote auszusprechen, verfügt in NRW nur die Polizei über die dafür erforderlichen Befugnisse.

Daraus ergibt sich eine zusätzliche Verpflichtung für die Polizei, bei häuslicher Gewalt regelnd einzugreifen. Unterfüttert wird diese Argumentation mit Fällen häuslicher Gewalt, die sich in der Vergangenheit ereignet haben und von denen die Polizei Kenntnis hat.

Diese Besonderheit reicht meist aus, um eine gegenwärtige Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person begründen zu können, die in einer Lebensgemeinschaft lebt, in der es zu häuslicher Gewalt gekommen ist. Die damit verbundenen dogmatischen Schwierigkeiten wurden bereits erörtert. Regelung ist anerkannt, dass diese im Verhalten des psychisch Kranken liegen, das unvorhersehbar und somit unkalkulierbar ist und deshalb die Gefahr begründet, dass jederzeit mit dem Eintritt eines Schadens zu rechnen ist.

Die diese Befugnis anwendende Ordnungsbehörde hat bei der Bewertung dieser Frage aber amtsärztlichen Sachverstand einzuholen. Hier entscheiden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte darüber, ob eine Person in naher Zukunft erneut gewalttätig wird, weil sie zu erwartendes aggressives Verhalten für so wahrscheinlich halten, dass sozusagen aus prophylaktischen Gründen diese Person von der Polizei sofort von vom Ort zukünftiger möglicher Taten zu entfernen ist: Im Gegensatz dazu gehören Wohnungsverweisungen und Rückkehrverbote zu den originären Aufgaben der Polizei.

Eine Wohnungsverweisung setzt voraus, dass durch die Polizei eine Gefahrenprognose erstellt wurde, die aufzeigt, dass zur Verhütung erneuter häuslicher Gewalt eine Wohnungsverweisung unumgänglich ist. Im Zusammenhang mit der Erhebung von Fakten vor Ort ist festzustellen, dass allein durch die Befragung der gefährdeten Person es kaum möglich sein wird, eine realistische Einschätzung der Gefahr im Hinblick auf den Eintritt künftiger Gewaltanwendung begründen zu können, zumal es für häusliche Gewalt auch typisch ist, dass die gefährdete Person das Geschehen nicht nur gegenüber sich selbst, sondern auch gegenüber anderen verharmlost oder leugnet, emotional bewertet oder mit der allen Menschen eigenen Subjektivität schildert und für wahr hält.

Bei Anhaltspunkten für eine gefestigte Gewaltbeziehung kann in der Regel von einer gegenwärtigen Gefahr ausgegangen werden. Feststellungen zur grundsätzlichen Gewaltbereitschaft der gewalttätigen Person, wie z. Erkenntnisse über wiederholte Gewaltanwendung oder Drohungen mit oder ohne Bezug zum aktuellen Sachverhalt, Aggressionen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, Sucht und Abhängigkeit. Feststellungen zur Art und Intensität der Gewalt, z. Aussagen von gefährdeten Personen, Zeuginnen und Zeugen zu der aktuellen Tat sowie zu zurückliegenden Taten.





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